Weitere Veranstaltung zum Thema Freikauf der Rumäniendeutschen in Berlin

Donnerstag, 16. Januar 2014

Hermannstadt (ADZ) - Das Buch „Kauf von Freiheit“, das auf Interviews mit dem Rechtsanwalt und Bundestagsabgeordneten Dr. Heinz-Günther Hüsch fußt, der von 1968 bis 1989 im Auftrag der Bundesregierung die geheimen Verhandlungen mit Rumänien über die Ausreise der Rumäniendeutschen geführt hatte, wird am 28. Januar in Berlin vorgestellt. Die Veranstaltung unter dem Titel „Kauf von Freiheit – Geheime Verhandlungen im Auftrage der Bundesregierung“ ist als Podiumsdiskussion geplant, die von Johann Schöpf, dem Vorsitzenden des Landesverbands der Siebenbürger Sachsen in Berlin e.V. eingeführt und moderiert wird. Am Podium werden der Deutsche-Welle-Journalist Ernst Meinhardt und Peter-Dietmar Leber, der Bundesvorsitzende des Verbands der Banater Schwaben e.V. in Deutschland sitzen. Organisatoren sind die beiden Verbände in Kooperation mit der Stiftung Berliner Mauer und der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde, wo Buchvorstellung und Diskussion um 19 Uhr stattfinden.  

Das Buch war im vergangenen Jahr im Honterus Verlag erschienen und fasste die von Hannelore Baier und Ernst Meinhardt geführten Gespräche zusammen, die großteils auch in der ADZ erschienen sind. Die Veranstaltung ist die bereits dritte Kooperation der Verbände der Banater Schwaben und Siebenbürger Sachsen mit der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde zum Thema Freikauf. Vorherige Veranstaltungen zur Problematik haben seit 2005 in Deutschland in Potsdam (in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Kulturforum östliches Europa), in Nürnberg, in der Saarländischen Landesvertretung in Berlin bzw. ebenda im Kreuzberg-Museum, im Donauschwäbischen Zentralmuseum in Ulm und in der Akademie Mitteleuropa in Bad Kissingen stattgefunden. In Hermannstadt/Sibiu wurde erstmals bei einer Tagung der Evangelischen Akademie Siebenbürgen und im vergangenen Jahr im Deutschen Forum über das Thema referiert und diskutiert. Klarheit über den Inhalt der deutsch-rumänischen Vereinbarungen brachte die Tagung 2010 in Bad Kissingen, bei der Dr. Hüsch sich erstmals dem Publikum in einem Gespräch stellte und Ernst Meinhardt die Serie der geheimen Abkommen aufgrund des Interviews mit Dr. Hüsch präsentierte.

Kommentare zu diesem Artikel

Ernst, 01.02 2014, 14:08
Es gibt in Berlin zwei Verbände der Siebenbürger Sachsen: den Verband, in dem Johann Schöpf Vorsitzender ist, und den Verband, in dem Gizela Wentrup Vorsitzende ist. Der von Gizela Wentrup geführte Verband ist der vom Bundesverband der Siebenbürger Sachsen anerkannte Berliner Verband. Wir Banater Schwaben in Berlin und den Neuen Bundesländern haben aber von jeher mit dem von Johann Schöpf geführten Verband freundschaftlich und ehrlich und fruchtbar und ergebnisorientiert zusammengearbeitet. Wir sehen keinen Anlass, diese freundschaftliche und respektvolle Zusammenarbeit aus Gründen zu beenden, die uns nicht betreffen.
Siegrid, 16.01 2014, 13:07
Eine Fehlinformation: Frau Gizela Wentrup ist die Vorsitzende des Landesverbandes Berlin / Neue Bundesländer des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Deutschland! Johann Schöpf ist es schon viele Jahre nicht mehr!
http://www.siebenbuerger.de/verband/landesverbaende/berlin.php

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