Weiteres Geld für Trans-Semenikstraße

Frunzăverde: „Wir leiden immer noch unter den Launen einer Ministerin“

Freitag, 07. September 2012

Reschitza - „Wenn die Finanzierung der Kreisstraße DJ 582 Reschitza – Slatina Timiş (über Franzdorf, Wolfsberg und Weidenthal – die Trans-Semenikstraße) über den Kreisrat gelaufen wäre, würde sie längst fertiggestellt sein“, leitete Kreisratspräsident Sorin Frunzăverde auf der jüngsten Tagung des Kreisparlaments die Frage der weiteren Finanzierung des Baus dieser Straße ein und forderte die Kreisratsmitglieder auf, weitere zwei Millionen Lei – die Hälfte der von der Regierung ans Banater Bergland überwiesenen Aufstockung des Haushalts – für den Bau dieser Straße bereitzustellen. Was auch geschah.

Aber Ion Spânu (PSD), selber mehrere Jahre lang Vizepräsident des Kreisrats und in dieser Eigenschaft für Straßenbau verantwortlich (z. B. als die Nationalstraße DN 58B Reschitza – Temeswar asphaltiert wurde), fragte den Kreisratspräses, ob denn der Kreisrat auch die Hauptfinanzierung seitens der EU zu tragen habe, weil so viel Geld so häufig in diese Straße gesteckt wird, die nicht mehr fertig wird. Darauf bat Frunzăverde die anwesende Chefökonomin des Kreisrats Karasch-Severin, Gina Pavel, um ihre Erklärung. Die lautete: „Das Geld kehrt zurück. Der Kreisrat bezahlt keine Arbeiten, die aus EU-Mitteln beglichen werden müssen.“

Darauf detailierte Frunzăverde die Antwort: „Wenn Sie sich erinnern, waren wir als Kreisrat seinerzeit nicht damit einverstanden, dass die Straße Franzdorf/Văliug – Slatina Timiş zur Ausschreibung kam, wobei die Finanzierung auf dem Papier bewusst unter dem minimal Nötigen lag, weil es das Entwicklungsministerium so wollte. Da hat man uns die Ausschreibung aus der Hand genommen und sie über eine Instanz durchgeführt.

Nicht wir sind diejenigen, welche die Bauausführung für wenig Geld weitergegeben haben. Aber das wiederholte Ausgehen des Geldes war vorprogrammiert und die wiederholten Nachfinanzierungen sind jetzt das, womit wir uns herumschlagen müssen. Zuletzt kostet die Bergstraße ja doch so viel, wie wir vorgerechnet hatten – nur wird das Geld tröpfchenweise ausgezahlt.

Da wird es noch mehrerer Tranchen bedürfen.“ Frunzăverde sagte noch, dass die einfachste Lösung gewesen wäre, dass das Geld aufs Konto des Kreisrats überwiesen wird und dass man von hier aus alle Teilabschnitte laufend bezahlt hätte. „Aber wir hatten eine Entwicklungsministerin, der das Geld mit beiden Händen ausgeschüttet hat, wie es ihre Launen und Sympathien wollten, wobei sie sogar durch den Regierungsbeschluss HG 577 vollauf gedeckt war.

Jetzt sind wir in der Situation, an drei Straßen gleichzeitig arbeiten zu müssen, wobei Geld immer nur für eine von den drei Straßen kommt. Trotzdem: der Straßenzustand im Banater Bergland – Ausnahme das Almăj-Tal, wo es noch mehrere Straßen in einem katastrophalen Zustand gibt – ist so schlecht nicht, auch wenn sie nicht für überschwere Transporte wie die Holztransporte gebaut worden sind, die über sie donnern.

Mit der Verantwortungslosigkeit der Holztransporter werden wir weiterhin kriegzuführen haben. Wir kaufen demnächst noch eine Großwaage, über welche wir die Holztransporte fahren lassen, um die Straßen vor überschweren Transporten freizuhalten. Leider verkehren diese Holztransporte immer wieder mit der Komplizität der Kontrollorgane von Straßenwacht und Verkehrspolizei.

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