Weltbank senkt Wachstumsprognose

Rumänien solide in der Region

Donnerstag, 14. Juni 2012

Foto: sxc.hu

jw. Bukarest – Die Weltbank erwartet in diesem Jahr ein Wirtschaftswachstum von 1,2 Prozent des BIP, anstatt der ursprünglich prognostizierten 1,5 Prozent. Für 2013 revidiert die Bank die Prognose von 3 Prozent auf 2,8 Prozent, 2014 soll es 3,4 Prozent Wachstum geben, heißt es im „Global Economic Prospects“-Bericht, der von der Weltbank zweimal jährlich veröffentlicht wird.

Damit schneidet Rumänien im Vergleich zu anderen Volkswirtschaften in der Region relativ gut ab. Für Bulgarien halbieren die Experten die Prognose von 1,2 auf 0,6 Prozent. Die Republik Moldau wurde von 4 auf 3 Prozent nach unten korrigiert und in Serbien wird das BIP-Wachstum nur 0,5 Prozent anstatt 1,5 Prozent betragen.

Besonders dramatisch fällt der Rückgang in der Türkei aus. Das enorme Wachstum in den vergangenen Jahren sei laut Bericht nicht nachhaltig gewesen und wird sich deshalb von 8,5 Prozent in 2011 auf 2,9 Prozent verlangsamen.

Den osteuropäischen und zentralasiatischen Raum, zu dem Rumänien gezählt wird, erwarten laut Weltbank 3,3 Prozent Wachstum. Schlechtes Wetter am Beginn des Jahres, erneuter Druck im Euroraum und Kapazitätsengpässe im Kreditwesen bei einigen Banken seien Faktoren, die 2012 auf das Wachstum drücken, bevor sich 2013 und 2014 mit 4,1 und 4,4 Prozent eine leichte Erholung einstellt, heißt es im Bericht.  Mit der 1,2-Prozent-Prognose liegt die Weltbank unter den Werten der Europäischen Kommission und des Internationalen Währungsfonds (IWF). Diese Institute sagen nach neuesten Zahlen 1,4 bzw. 1,5 Prozent BIP-Wachstum voraus.

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