Wenig bekannte Geschichte

Eine Ausstellung zum Hermannstädter Wirtschaftsleben

Freitag, 14. November 2014

Sogar im Erdgeschoss des Brukenthalpalais waren früher Geschäfte untergebracht. Foto: Brukenthalmuseum

Hermannstadt – Die Vernissage der Ausstellung „Wenig bekannte  Geschichte. Die Handelsräume in der Hermannstädter Altstadt“ fand am Donnerstag im Multimedia-Saal des Blauen Stadthauses am Großen Ring/Piaţa Mare, um 14 Uhr, statt. An der Veranstaltung beteiligten sich Vertreter und Angestellte des Brukenthalmuseums, der Orthodoxen Kirche und weiterer öffentlicher Einrichtungen sowie ein zahlreiches Publikum. Zu bewundern sind im Rahmen der Ausstellung Fotografien der verschiedenen Geschäfte oder Werkstätten, Postkarten, Geldscheine und Münzen, eine alte Registrierkasse, verschiedene Waagen und weiteres Zubehör sowie ein riesiger Blechstiefel, der früher Teil einer Werbetafel war.

Das Thema der Räumlichkeiten, in denen die Hermannstädter Händler ihre Waren im Laufe der Zeit in der Hermannstädter Altstadt feilgeboten haben, ist immer wieder faszinierend. Das Wirtschaftsleben der Stadt hat bereits seit dem Mittelalter einen hohen Qualitätsstandard für die hier hergestellten Waren verfolgt, die bis in den Orient vertrieben wurden. Ab dem 15. Jahrhundert konzentrierten sich der Handel und das Handwerk der Stadt am und um den Großen sowie den Kleinen Ring/Piaţa Mică. Die Entwicklung und die Dynamik des Wirtschaftslebens im 18. und bis ins 20. Jahrhundert prägten die große Vielfalt an Waren und Dienstleitungen, von Galanteriewaren, Schmuckgeschäften, Bäckereien, Friseurläden bis hin zu Modehäusern und Uhrmacherwerkstätten. Ein Teil der Geschäfte befand sich im Laufe der Jahre und bis zur Nationalisierung durchgehend in Betrieb, andere wurden nach ihrer Eröffnung bald wieder geschlossen. Kuratoren der Ausstellung, die bis zum 31. Dezember eintrittsfrei besichtigt werden kann, sind Dr. Dănuţ Nicuşor Ivănuţ, Dr. Raluca Maria Teodorescu und Marian Bozdoc.

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