Weniger Geld für Jazzfest in Wolfsberg

Das Event keine Priorität für Temeswar

Donnerstag, 12. Juli 2012

Symbolbild: sxc.hu

Temeswar - Die Temeswarer Stadtverwaltung stellt in diesem Jahr bedeutend weniger Geld für das Jazzfest in Wolfsberg/Gărâna zur Verfügung, als es ursprünglich gedacht war, so die Entscheidung des Bürgermeisters Nicolae Robu. Das Jazzfestival wird am Wochenende zum 16. Mal auf der Wolfswiese organisiert. 

Das Event hat sich im Laufe der Jahre zum größten Jazzereignis in Rumänien entwickelt. Jedoch sei das Musikereignis keine absolute Priorität für die Temeswarer Stadtverwaltung, so Bürgermeister Robu.

Ursprünglich waren von der am 10. Juni abgelösten Stadtleitung 100.000 Lei für die Veranstaltung gedacht – die Summe war bereits vom ehemaligen Stadtrat genehmigt worden, noch vor den Wahlen, als Bürgermeister Gheorghe Ciuhandu noch im Amt war. Der Vorschlag kam damals seitens der Liberalen Partei PNL, der der nun amtierende Bürgermeister angehört: Stadtrat Ciprian Jichici hat 100.000 Lei für das Event vorgeschlagen – was damals einstimmig von der Stadtverwaltung genehmigt wurde.
Nun weigert sich Bürgermeister Robu, den Finanzierungsvertrag über diese Summe mit den Jazz-Organisatoren abzuschließen. Die Entscheidung der Stadtverwaltung vom 27. März 2012 soll abgeändert werden.

Es wird zwar immer noch Geld gespendet, aber nur noch ein Fünftel der ursprünglichen Summe. Knapp 20.000 Lei sollen dieses Jahr aus dem Haushalt der Stadt für das Jazzfest fließen. „Ich mag Jazz und das Festival auch, aber die Summe, die ursprünglich dazu gedacht war, können wir uns jetzt nicht mehr leisten“, so Robu. Allerdings ist die Entscheidung des neuen Bürgermeisters von Temeswar und seine Umpolung der Prioritäten sehr spät gefallen und dürfte die Organisatoren des Jazzfestivals in Schwierigkeiten setzen.

Eine Priorität sei in diesem Jahr die neu gebildete Fußballmannschaft „ACS Poli Timişoara“, die über eine bedeutendere Förderung seitens der Stadtverwaltung verfügen wird. Warum mehr Geld für Fußball und weniger für Kultur? Die Entscheidung begründet der Stadtvater wie folgt: „Fußball hat mehr Fans, es gibt mehr Temeswarer, die sich für Fußball interessieren als für das Jazzfest. Wir müssen da an die Anzahl der ´Nutznießer´ denken“, so Fußballfan Robu. 

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