Wenn der Bach nicht wär...

Investitionshürde Eisenbahnunterführung Ezeriș liegt zu nahe am Bach

Mittwoch, 06. Juni 2018

Reschitza - Der kürzeste Weg zwischen Reschitza und der Westautobahn ist die Abzweigung der Nationalstraße Reschitza-Karansebesch bei Soceni, über Ezeriș nach Lugosch (um die 40 Kilometer). Darauf hat zum Beginn seines Mandats der aus Unternehmerkreisen kommende amtierende Reschitzaer Bürgermeister Ioan Popa (PNL) den Kreisratsvorsitzenden Silviu Hurduzeu (PSD) hingewiesen und anlässlich eines Besuchs der beiden beim Nadelöhr der Strecke, die Eisenbahnunterführung vor Ezeriș erleichtert festgestellt, dass man sich in wichtigen Dingen auch mit dem politischen Gegner gut verstehen kann (ADZ berichtete).

Nur ist seit mehr als einem Jahr in dieser Sache nichts geschehen. Die beiden Politiker hatten nämlich festgestellt, dass eine Vertiefung der Unterführung um 70 Zentimeter (angeblich genau die Stärke, die bei sukzessiven Asphaltierungen hier als Straßenbelag aufgetragen wurde) die Durchfahrt von Fernlastern ermöglichen würde, was die Entfernung zwischen Reschitza und der Autobahn um gute 50 Kilometer verkürzen würde. Da der Reschitzaer Bürgermeister mit seinem Unternehmerinstinkt eine der Hürden vor Investitionen in Reschitza in der Entfernung zur Autobahn ausgemacht hatte, kamen die beiden Politiker überein, für die Verkürzung der Strecke, also die Vertiefung der Eisenbahnunterführung, zu wirken.

Da sich aber inzwischen nichts Konkretes getan hat, lud der Kreisratspräses Hurduzeu Vertreter der Eisenbahn- und der Straßenregionalverwaltung aus Temeswar sowie Vertreter der Gewässerverwaltung Apele Române nach Reschitza zu einer Beratung ein, an der sich auch der PSD-Abgeordnete Ion Mocioalcă und der Bürgermeister von Reschitza, Ioan Popa, beteiligten. Hurduzeu: „Angenehm war, dass alle Eingeladenen erschienen sind. Das Problem, das ausgemacht wurde, ist nicht eigentlich die Vertiefung der Passage, sondern der Ezeriș-Bach, der in ein paar Metern Entfernung vorbeifließt und nicht reguliert ist. Das heißt Überschwemmungsgefahr. Nun werden die Eisenbahnverwaltung CFR, die Gewässerverwaltung Apele Române und die Regionale Verwaltungsbehörde der Nationalstraßen und Autobahnen ihre eigenen Expertisen und Studien ausarbeiten – jeder auf seine Kosten – und danach sehen wir uns wieder. Praktisch bleibt das Vorhaben weiterhin machbar und wünschenswert, aber...”

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