Westrumänien: Eine Million Bürger sind zu Hause geblieben

Dienstag, 09. Oktober 2018

Temeswar – Fast 115.000 Bürger haben am Wochenende im Rahmen der Volksbefragung zur Änderung der Verfassung ihre Stimme im Kreis Temesch/Timiş abgegeben. Die Wahlbeteiligung lag somit bei nur 18,36 Prozent, unterhalb des Landesdurchschnitts. 15.506 Wahlberechtigte musste auf den Sonderwahllisten eingetragen werden, für 1446 musste die mobile Wahlurne bereitgestellt werden. In der Stadt Temeswar fanden nur 48.262 Bürger den Weg in die Wahllokale, gemeldet wurde eine Beteiligung von 17,26%. In Lugosch/Lugoj gingen knapp 7000 Bürger wählen, das entspricht einem Prozentsatz von 17,56. Deutlich niedrigere Beteiligungen meldeten die Städte Detta/Deta (11,85 Prozent), Hatzfeld/Jimbolia (10,95 Prozent) und Großsanktnikolaus/Sânnicolau Mare (13,23 Prozent). In der Kleinstadt Fatschet/Faget dagegen wurde eine für das Banat besonders hohe Wahlbeteiligung von 35,70 Prozent verzeichnet. Auch die Kleinstädte Gataja/Gataia (23,37 Prozent) und Rekasch/Reca{ (20,52 Prozent) meldeten eine etwas höhere Beteiligung. In den Temeswarer Vorortgemeinden wurden folgende Beteiligungsraten verzeichnet: Dumbravi]a 18,04 Prozent, Girok/Giroc 19,37 Prozent, Ghiroda 28 Prozent, Sanktandres/Sânandrei 16,26 Prozent. In der Gemeinde Bara, zu der das Dorf Dobre{ti, Geburtsort des Patriarchen der Rumänisch-Orthodoxen Kirche, gehört, wurde eine Beteiligung von 82,54 Prozent gemeldet. Insgesamt 258 Bürger waren dort wahlberechtigt. 112 Einwohner gaben ihre Stimme ab, hinzu kamen 102 Bürger, die anderswo wohnhaft sind.

Eine überdurchschnittliche Beteiligung meldete das Zentrale Wahlbüro für das Banater Bergland. 24,15 Prozent der Wahlberechtigten des Kreises Karasch-Severin/Caraş-Severin gaben ihre Stimme ab, in der Kreisstadt Reschitza/Reşiţa allerdings nur 14,73 Prozent (10.811 Bürger). In Karansebesch/Caransebeş, wo insgesamt 25.035 Bürger wahlberechtigt waren, gaben 4850 ihre Stimme ab (19,37 Prozent). In Anina lag die Beteiligung bei knapp 15 Prozent, in Orawitza/Oraviţa bei 19,63 Prozent und in Bokschan/Bocşa bei bei 20,25 Prozent. Eine höhere Beteiligung meldeten die Kleinstädte Moldova Noua (23,54 Prozent), Ferdinandsberg/Oţelu Roşu (21,27 Prozent) sowie der Kurort Herkulesbad/Baile Herculane. Dort lag die Anzahl jener, die auf der Sonderwahlliste eingetragen werden mussten, über jene der Ortsansässigen (885 zu 680), gemeldet wurde eine Beteiligung von 36,59 Prozent.
21,33 Prozent der Arader Bürger gaben ihre Stimme ab, somit liegt der Kreis Arad um fast 1 Prozent über den Landesdurchschnitt von 20,41 Prozent. In den drei westrumänischen Kreisen gaben insgesamt 262.651 Bürger ihre Stimme ab, wahlberechtigt waren 1,282 Millionen. Mehr als eine Million Bürger Westrumäniens sind also  zu Hause geblieben.

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