Wettbewerbsfähigkeit für Eurobeitritt äußerst wichtig

Schächter und Staatschef beim AHK-Neujahrsempfang

Samstag, 25. Januar 2014

IWF-Missionschefin Andrea Schächter...

...und Staatspräsident Traian Băsescu nahmen am diesjährigen Neujahrsempfang der Deutsch-Rumänischen Industrie- und Handelskammer teil.
Fotos: Christian Binder

Bukarest (ADZ) - Beim Neujahrsempfang der Deutsch-Rumänischen Industrie- und Handelskammer (AHK), der am Donnerstagabend im Bukarester Parlamentspalast stattfand, waren die IWF-Missionschefin Andrea Schächter und Staatspräsident Traian Băsescu als Ehrengäste eingeladen.

Die IWF-Vertreterin stellte in ihrer Ansprache die rumänische Wirtschaft in ein insgesamt gutes Licht und lobte vor allem, dass das Haushaltsdefizit unter Kontrolle gehalten werde. Rumänien ist eines der elf EU-Länder, gegen die kein Defizitverfahren läuft. Trotz soliden Wirtschaftswachstums im vergangenen Jahr – verglichen mit anderen EU-Ländern – bleiben jedoch Probleme, wie zum Beispiel die Arbeitslosigkeit, besonders unter Jugendlichen.

Staatspräsident Traian Băsescu sprach sich in seiner Rede für eine verstärkte europäische Integration Rumäniens aus. Im Hinblick auf einen Beitritt zum Euro-Raum unterstrich der Staatschef, dass neben der Erfüllung der Maastricht-Kriterien auch die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft von wesentlicher Bedeutung sei, um im Euro-Raum zu überleben. Diesbezüglich sieht Băsescu vor allem beim Staatssektor Nachholbedarf, wo weitere Restrukturierungen und Privatisierungen nötig seien. Den wichtigsten Beitrag, den Deutschland für die Wirtschaft Rumäniens geleistet hat, ist neben Investitionen von über 6 Milliarden Euro gutes Management und Korrektheit im Geschäftemachen.

Kommentare zu diesem Artikel

Manfred, 29.01 2014, 23:41
@sraffa!Das Gegenteil von dem,was der Moderator leistet,müßte passieren:schnell arbeiten,schnell reagieren.Bis in Rumänien die Leute wach werden,ist zu oft eine Chance vertan...
P.S.Mit diesen unleserlichen Codes tut man sich keinen Gefallen!Man sollte mal Profis befragen!
Sraffa, 28.01 2014, 01:57
@Alexander : Ihre Analyse ist ok und schon gefühlte tausend Mal gepostet worden: Daher würden weit mehr Antworten auf die Frage interessieren, wie sich dieser Zustand nachhaltig ändern lässt ?
Alexander, 26.01 2014, 17:56
Solides Wirtschaftswachstum?
Um zu den anderen EU-Staaten aufschließen zu können, müsste Rumäniens Wirtschaftsleistung um 7% jährlich wachsen.
Behindert wird dies vor allem durch die ineffizienten Strukturen im Staat und die allgegenwärtige Korruption, die jede Reformbemühung aushebelt.
Da werden in einer Region große Investitionen in Tourismus getätigt und der Staatsapparat versagt beim Ausbau der notwendigen Infrastruktur vollkommen. Ein neuer Tourismuskomplex ohne Verkehrsanbindung, obwohl die Planung die Fertigstellung der Erneuerungsarbeiten im August 2013 vorgesehen hatte - zu diesem Zeitpunkt hatten die Arbeiten noch nicht einmal begonnen. Ein Sozialwohnblock, der in die grüne Wiese abseits der Stadt gesetzt wurde - fast fertig, aber die Arbeiten ruhen. Ein Bildungssystem, das auf offensichtlich verfälschten Prüfungsergebnissen aufgebaut war und ist. Schein und Wirklichkeit liegen weit auseinander, da wie üblich Fasaden gebaut und beurteilt werden - das System belügt sich selbst und muss daher auch scheitern.

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