WhatsApp, Instagram und Snapchat

Wie mobile Apps das Teenie-Leben leichter machen

Sonntag, 29. Januar 2017

Wer die Kollegen nach den Hausaufgaben fragen möchte, der greift zuerst zu WhatsApp.

Eine Reise in die Vergangenheit: Timehop macht sie möglich.

Manchmal lassen Jugendliche auch mal das Handy liegen – und entscheiden sich für den Sport.
Fotos: die Verfasserin

Ein Leben ohne Smartphones, Tablets und andere Gadgets: Das könnten sich Jugendliche wie auch Erwachsene heutzutage überhaupt nicht mehr vorstellen. Immer wieder, wenn ihnen ein bisschen Zeit zur Verfügung steht, ziehen Teenies ihr Handy aus der Tasche und surfen im Internet. Egal, ob auf Facebook, WhatsApp oder Instagram: Die App-Palette, die die Jugend heuzutage nutzt, ist so breit gefächert, dass sie praktisch keine Grenzen zu kennen scheint. Doch welche sind die meistgenutzten Applikationen für mobile Geräte? Eine Statistik auf dem deutschen Portal statista.de zeigt die Ergebnisse einer Umfrage zu den wichtigsten Smartphone-Apps für Jugendliche in Deutschland im Jahr 2016. Mehr als 90 Prozent der befragten 12- bis 13-Jährigen gaben an, dass WhatsApp für sie die wichtigste App ist. Es folgen Instagram, Snapchat, Facebook und Youtube.

Auf der heutigen Jugendseite lernen Sie die Apps kennen, die die Jugendlichen am meisten nutzen, aber auch solche, die Ihnen womöglich zu Gute kommen – egal, ob Sie sich zu den Teenagern, Eltern, Großeltern oder Unterrichtenden zählen. Vielleicht ist auch für Sie etwas dabei, denn eines ist sicher: Technologie begeistert unabhängig vom Alter.
 

WhatsApp

Wenn früher das Festnetztelefon benutzt wurde, um nach den Hausaufgaben zu fragen, so ist WhatsApp der Trend unter Jugendlichen heutzutage, wenn es darum geht, etwas von einem Kollegen zu erfahren. Hat man gerade im Unterricht gefehlt und weiß nicht, was man als Hausaufgabe bekommen hat? WhatsApp sorgt für Klarheit. Die einzigen Kosten, die dabei aufkommen, sind jene für die Datenverbindung. WhatsApp ermöglicht es, Nachrichten zu verschicken, mit Freunden zu sprechen oder sogar, sich per Videoanrufen von Angesicht zu Angesicht zu unterhalten, denn manchmal sind Stimme und Texte einfach nicht genug. Bezahlt werden die Kosten der Internetverbindung, sodass die Gesprächsminuten des Handyvertrags unangetastet bleiben.
 

Instagram

Wie oft steht es auf Facebook geschrieben: „Über Instagram geteilt”. Instagram ist ein kostenloser Online-Dienst zum Teilen von Fotos und Videos. Die App ist für Windows 10, Windows 10 Mobile, Android und iOS erhältlich. Interessant an der App ist, dass die Nutzer ihre Fotos und Videos mit verschiedenen Filtern versehen können. Das Ergebnis einer von Georgia Tech und Yahoo-Labs erstellten Untersuchung hat gezeigt: Fotos, die mit Filtern versehen sind, sorgen für deutlich mehr „Gefällt mir”-Angaben – das sind die kleinen Herzchen auf Instagram. Genauer genommen: Instagram-Posts mit Filter haben eine 21 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit, gesehen zu werden, und eine 45 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit, einen Kommentar zu erhalten. Die Studie beweist auch, dass jene Filter, die alles in ein warmes Licht tauchen lassen und mehr Kontrast ins Bild bringen, am begehrtesten sind.

Snapchat

So ähnlich wie WhatsApp, aber interessanter ist Snapchat, ein kostenloser Instant-Messaging-Dienst für mobile Geräte. Die App ermöglicht es, Fotos, die nur für einige Augenblicke sichtbar sind, an Freunde zu schicken. Die Fotos zerstören sich sozusagen von selbst. Ein einziger Haken bei der Sache: Im Grunde ist es relativ einfach, versendete Dateien innerhalb der Ordner des benutzten Gerätes zu finden und wiederherzustellen. Mit Snapchat kann man Live-Storys aus der ganzen Welt erfahren und in Discover spannende News entdecken.

Timehop

Eine App macht eine kleine mobile Zeitreise jeden Tag möglich: Mit Timehop kann man die schönsten Momente der vergangenen Jahre wieder aufleben lassen. Die App erinnert jeden Tag daran, was man vor einem, zwei, drei oder sogar vier Jahren erlebt hat. Das Programm funktioniert nach dem Zufallsprinzip. Timehop sucht jeden Tag Fotos oder Posts aus sozialen Netzwerken wie Facebook, Foursquare, Twitter oder Instagram und sendet sie an das Handy der Nutzer. Natürlich muss die App mit diesen Diensten zuerst synchronisiert worden sein. Die App kann sogar mit der eigenen Fotogalerie synchronisiert werden. Nostalgie pur: Das unterhaltsame Tool lässt einen in Erinnerungen schwelgen wie nie zuvor.
 

Afterlight

Afterlight ist die perfekte Bildbearbeitungs-App für die schnelle und unkomplizierte Bearbeitung von selbst geschossenen Fotos. 59 Filter– 14 davon kennen Nutzer bereits von Instagram – und 66 Farben sind in der App eingeschlossen. Darüber hinaus stehen den Nutzern 128 Bilderrahmen zur Verfügung. Die App kostet weniger als 1 Euro, ist einfach zu bedienen und bietet coole Effekte, mit denen Jugendliche auf Facebook für Furore sorgen können.
 

Khan Academy

Die Khan Academy ist eigentlich eine nicht-kommerzielle Website mit Lehrmaterial, die über 4000 Lehrfilme aus Bereichen wie Mathematik, Naturwissenschaften, Wirtschaft oder Geschichte enthält. Einen gleichnamigen Kanal auf Youtube gibt es auch. Die Khan-Academy-App bietet kostenlose Bildung für jeden, der daran Interesse hat. Übungen gibt es über 100.000, Bereiche wie Biologie, Chemie, Kunstgeschichte, Finanzen und Informatik werden dabei abgedeckt. Mehr als 4000 Videos und Artikel stehen ebenfalls zur Verfügung. Wer sagt, dass Smartphones dumm machen?


Kitestring

Jugendliche, die nachts ausgehen, bereiten ihren Eltern oft schlaflose Stunden/Nächte. Doch nun ist endlich Schluss damit! Kitestring sorgt für mehr Sicherheit auf dem Heimweg und benachrichtigt automatisch die Notfallkontakte per SMS, wenn was schief laufen sollte. Nach der Registrierung sagt Kitestring, wann man sich auf den Heimweg macht und wie lange man dafür benötigt. Ein Timer läuft mit. Wenn man sich vor dessen Ablauf nicht wieder bei Kitestring meldet – auf Wunsch auch mit einem Passwort – schickt die App eine SMS an vorher ausgewählte Telefonnummern. Die Bezugsperson kann dann anrufen oder notfalls weitere Schritte einleiten.
 

Quizlet

Schlau sein ist „in“. Mit Quizlet können Nutzer ihr Gehirn trainieren lassen. Karteikarten waren gestern, denn Quizlet ist die neue, moderne, virtuelle Version des Karteikastens. Nutzer können dort eigenständig Lernkarten erstellen und ihr Wissen prüfen. Die App regt einen an, Vokabeln zu lernen, und durch die verschiedenen Lernmethoden wird es nicht langweilig. Man kann sein Gedächtnis mit dem Lernmodus testen, beim Zuordnen gegen die Uhr antreten, Inhalte mit Freunden teilen, die Audiowiedergabe in 18 Sprachen lernen und seine Lernsets mit Bildern und mit der Audiowiedergabe erweitern. Auch Unterrichtende könnten mit Quizlet ihre Schülerinnen und Schüler fürs Lernen begeistern.

Clear

Wer seine Zeit richtig einteilt, der kann alles schaffen. Eine To-Do-Liste hilft einem dabei, einen genauen Überblick der Aufgaben zu bekommen. Eine solche Liste bietet Clear. Mit Clear können Nutzer ihre Termine eintragen und die Priorität auf der Liste verändern. Die iOS-App ist sehr übersichtlich und einfach – nachdem die Punkte auf der Liste erledigt worden sind, können sie der Reihe nach durch ein einfaches Wischen über den Touchscreen gelöscht werden.

Songza

Dank Smartphones darf man so richtig faul sein. Natürlich kann man selbstständig seine Musikliste mit seiner Lieblingsmusik, passend zur Situation, erstellen, doch es gibt auch eine App, die diesen Job übernimmt. Songza findet Musiklisten für verschiedene Aktivitäten, wie etwa arbeiten, Sport treiben oder kochen. Songza sucht die passende Musik dazu aus. Die „Musik zum Singen unter der Dusche“ ist natürlich auch dabei.

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