Wie üblich: Ausschreitungen im Bukarester Derby

Nachspielzeit dauerte über 20 Minuten / ASA weiter auf Titelkurs

Montag, 04. Mai 2015

Zwei Treffer fielen in der 16. bzw. 23. Minute der Nachspielzeit – es ist bestimmt nicht alltäglich, was im hauptstädtischen Derby der ersten  rumänischen Fußballliga geschah. Aber Spiele zwischen Dinamo und Steaua sind auch immer wieder Nährstoff für Ausschreitungen, Feuerwerkskörper, Spielunterbrechungen und vernichtetes Stadionmobiliar. Mehr als 25.000 Zuschauer erlebten dies auch am Sonntagabend in der Nationalarena live mit. Der 3:1-Sieg von Steaua hat letztendlich dazu geführt, dass sich ASA Neumarkt an der Tabellenspitze nicht absetzen konnte und ein Zwei-Punkte-Vorsprung erhalten geblieben ist.

Hervorgerufen durch Zuschauerausschreitungen, waren verspätete Anpfiffe der beiden Halbzeiten und ein zwischenzeitlicher Gang in die Kabinen lange Zeit die Highlights beim Bukarester Spitzenspiel, in dem Dinamo defensiv ausgerichtet war. Unter Druck standen jedoch die Steaua-Kicker von Constantin Gâlcă, da der Spitzenreiter ASA Neumarkt vorgelegt und seinen Vorsprung auf ganze fünf Punkte ausgebaut hatte. Die Tore der Begegnung Dinamo – Steaua fielen allesamt gegen Ende der Partie. Auf dem Papier fielen die Treffer durch Stanciu (76. Minute - Strafstoß), Prepeliţă (79.) und 90.+23 – Strafstoß) für den Sieger Steaua, für Dinamo traf Elhamed (90.+16).

ASA Neumarkt scheint so entschlossen wie nie, den Titel zu holen. Mit einem klaren 6:1 brachte sie einen meisterwürdigen Auftritt gegen eine komplett überforderte und möglicherweise durch ihren recht sicheren Platz im Mittelfeld unmotivierte Mannschaft vom FC Viitorul zustande. Mit diesem Ergebnis hat Neumarkt dann auch gehörig was für sein Torverhältnis getan.

Was an diesem 30. Spieltag noch geschah: Der FC Kronstadt konnte nach einem Sieg in der vergangenen Runde bei CSU Craiova nun gegen CFR Klausenburg nur ein 2:2 herausholen. Gaz Metan Mediasch fuhr einen wichtigen Zähler bei Uni Klausenburg ein, bleibt aber weiterhin auf einem Abstiegsplatz.

Erwähnt seien auch die Erfolge von Mannschaften, die seit Kurzem neue Trainer haben. So gewannen Astra Giurgiu unter der Regie von Marius Şumudică 3:1 in Piatra Neamţ und Concordia Chiajna 1:0 mit Trainer Marius Baciu gegen Pandurii Târgu Jiu. Der FC Botoşani, der zu alter Stärke zurückgefunden hat, strebt scheinbar nach dem 2:0 über CSU Craiova die Europa-League an – die Chancen dazu stehen nicht schlecht.

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