Wieder brennen Schwarzkiefern

An den Ostflanken des Domogled-Massivs bekämpfen Feuerwehr und Förster die Flammen

Freitag, 21. Juli 2017

Herkulesbad – Die Militärfeuerwehr und die Forstleute werden in ihrem Bemühen zur Eindämmung des Brandherds von einem Feuerwehrhelikopter unterstützt, der in Herkulesbad Wasser schöpft. Da die Höhen des Domogled-Massivs eine der wenigen Gegenden Europas sind, wo die Schwarzkiefer (pinus nigra) die letzte Eiszeit in Europa überlebt hat, ist neuerlich eine Situation wie vor vier (und vor zwölf) Jahren entstanden, als in unwegsamem Gelände des Domogled-Massivs mehrere tausend Schwarzkiefern dem Feuer zum Opfer fielen.

Der Waldbrand wütet im Nationalpark Domogled, im Abschnitt, der im Verwaltungskreis Mehedinţi liegt. Im Fall dieses Brandes gibt es keinerlei Verdacht auf Brandstiftung – wie vor ein paar Tagen beim Brand in einer Jungpflanzung im Nationalpark Semenik – Karasch-Schluchten. Die Feuerwehr geht davon aus, dass der Brand an den Hängen des Domogled ausschließlich durch die Dürre ausgelöst wurde und durch die harte Sonneneinstrahlung dieser Wochen.

Neben dem Feuerwehrhubschrauber kommt auch ein Helikopter des Rettungsdienstes SMURD der Feuerwehr zum Einsatz, mit dem die Ausbreitung des Feuers aus der Luft verfolgt wird. Ihre Feststellung: am Mittwoch wütete das Feuer auf einem Abhang zweier steiler Gipfel, auf etwa zehn Hektar, wobei es sich um 10-12 Brandherde an den Osthängen jedes Gipfels handelt. Es brennt getrocknetes Gras, aber es brennen auch Schwarzkiefern. Der direkte Zugang der Feuerwehrleute zu den Brandherden ist praktisch unmöglich, stellten die Beobachter des Katastrophenschutzes IGSU Mehedinţi fest. Die Brände können momentan nur aus der Luft bekämpft werden.

Zur Brandbekämpfung sind 60 Militärfeuerwehrleute abkommandiert worden, die den zehn Förstern des zuständigen Forstamtsbezirks zur Hand gehen. Das Generalkommando der Luftwaffe innerhalb des Ministeriums für Verwaltung und Inneres MAI hat auf Anfrage einen Helikopter zur Verfügung gestellt, der über einen Vorratsbehälter für mehrere Kubikmeter Wasser, vom Typ „Bambi Bucket”, verfügt. Je nach Entwicklung der Lage stehen auch im Nachbarkreis Karasch-Severin Einheiten des Katastrophenschutzes ISU Semenic zur Verfügung, deren Aufgabe am Mittwoch im operativen Füllen des Wasserbehälters des Hubschraubers bestand. Auch im nördlichen Nachbarkreis Hunedoara stehen Mitglieder des Katastrophenschutzes bereit.

Wie die Sprecherin des Katastrophenschutzes ISU Semenic mitteilt, bestand zur Stunde der Dokumentation dieses Beitrags noch kein Bedarf am direkten Einsatz der Militärfeuerwehr Karasch-Severin, zumal die in Herkulesbad stationierte Militärfeuerwehr bereits im Einsatz ist, ebenso die Herkulesbader freiwillige Feuerwehr. Letztere sorgt im Fußballstadion von Herkulesbad, gemeinsam mit der Militärfeuerwehr, dafür, dass ausreichend Löschwasser in kürzester Zeit in den Vorratsbehälter des Hubschraubers aufgenommen wird.

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