Windräder im Zibinsgebirge

Hermannstädter Unternehmen Sifee New Energy plant Windpark nahe der Hohen Rinne

Mittwoch, 16. Januar 2013

Die Karte aus der Umweltverträglichkeitsstudie zeigt die Lage des geplanten Windparks. Quelle: Studiu de Evaluare adecvată (Mihai Ciprian Petrescu, Alexandru Nicoară)

Hermannstadt - In unmittelbarer Nachbarschaft zur Hohen Rinne/Păltiniş plant das Hermannstädter Unternehmen Sifee New Energy die Errichtung eines Windparks. Das geht aus einer Umweltverträglichkeitsstudie hervor, die auf der Internetseite der Nationalen Agentur für Umweltschutz (ANPM) veröffentlicht ist. Derzeit ist das Unternehmen dabei, die notwendigen Genehmigungen für die Errichtung von insgesamt 29 Windrädern einzuholen.

Der geplante Windpark soll drei Kilometer südwestlich auf einem zwischen 1700 und 1945 Metern hohen Bergkamm errichtet werden. Bauherr ist laut Unternehmen die Projektgesellschaft Sifee Wind Energy SRL. Begrenzt wird das Areal, das administrativ zu den Gemeinden Răşinari und Großau/Cristian gehört,  von den Gipfeln Armasarului, Surdu, Bătrâna Mare und Rozdeşti. Insgesamt hat Sifee nach eigenen Angaben rund 800 Hektar Weideland aufgekauft. Die Flächen grenzen im Westen an den „Naturpark Zibin/Parc Natural Cindrel“ sowie an das Natura 2000-Schutzgebiet „Frumoasă“.

Das Projekt umfasst die Errichtung von 29 Turbinen mit einer Leistung von je 3 Megawatt sowie einer 110 Kilovolt-Trafostation. Im Falle einer Genehmigung steht ein massiver Eingriff in das Landschaftsbild des Zibinsgebirges/Munţii Cindrel bevor. Die Windräder werden vom Boden bis zur Rotorspitze eine Höhe von etwa 150 Metern erreichen. Laut Studie befindet sich die Rotornabe bei den anvisierten Siemens-Turbinen in 99 Meter Höhe. Die Rotorblätter haben einen Durchmesser von 101 Metern.

Für den Bau ist mit umfangreichen Erdarbeiten zu rechnen. In der Studie heißt es, dass für jede Turbine ein Fundament mit einem Durchmesser von 21,5 Metern gegossen werden muss, dass entspricht einer versiegelten Fläche von jeweils etwa 360 Quadratmeter. Nach Fertigstellung sei davon nichts zu sehen, da die Fundamente mit einer Erdschicht bedeckt und wieder bepflanzt werden. Der Anschluss an das nationale Stromnetz – für den laut Sifee die Genehmigung vorliegt – könne über eine unterirdische 20 Kilovolt Leitung zum Stausee Sadu erfolgen. Ferner müssten für das Projekt Zugangsstraßen für Bau und Unterhalt angelegt werden.

Die erste Version der genannten Studie wurde im August 2012 bei der Umweltagentur eingereicht. Eine aktualisierte Fassung kam Mitte Dezember zur öffentlichen Debatte. Im Zuge dieses Verfahrens sowie der Veröffentlichung des Projektes in einer Hermannstädter Lokalzeitung habe es mehrere Eingaben und Kritik von Privatpersonen sowie Organisationen gegeben, zitiert die Zeitung Bogdan Trif, den Leiter der regionalen ANPM-Filiale. 

Die Unternehmensgruppe Sifee wurde 1990 von Florin Cristian gegründet. Das Unternehmen ist auf den Gebieten Haustechnik, Investment und erneuerbare Energien tätig.

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