Wirtschaftswachstum 2012 bei 0,2 Prozent

Freitag, 15. Februar 2013

Symbolgrafik: sxc.hu

Bukarest (ADZ) - Das Bruttoinlandsprodukt Rumäniens ist im vergangenen Jahr entsprechend erster Schätzungen des Nationalen Statistikamtes (INS) gegenüber 2011 um 0,2 Prozent gewachsen. Ebenfalls 0,2 Prozent betrug das Wirtschaftswachstum im vierten Quartal 2012 gegenüber dem Vorquartal. Verglichen zum vierten Quartal 2011 legte die Wirtschaft brutto um 0,3 Prozent zu, bzw. um saisonbereinigte 0,1 Prozent. Zwar ist die Rumänische Wirtschaft, wie von mehreren Analysten erwartet, nicht in eine neue Rezession eingetreten – diese liegt vor, wenn das Wachstum in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen gegenüber dem Vorquartal rückläufig ist –, jedoch bleibt das Wachstum bescheiden. Für 2013 erwartet die Regierung ein Wachstum von 1,6 Prozent.

Kommentare zu diesem Artikel

Eduard, 20.02 2013, 11:31
Edda, 17.02 2013, 22:49
"Spaga" steht für Schmiergelder bzw . Korruptionszahlungen !

Es ist eine bekanntes Faktum das sich Frau Udrea im Jahr 2006/2007 ein 3,5 Millionen € Kredit besorgt hat um sich Immobilien/ Grundstücke in Bukarest zu kaufen, in der Hoffnung diese später mit Gewinn weiter verkaufen zu können. Leider ging die Spekulation nicht auf , Frau Udrea kam in Zahlungsschwierigkeiten.
Mit einem monatlichen Gehalt als Ministerin von 1.700,00 € ist ein solcher Kredit kaum abzuzahlen gewesen .
Die durchschnittliche "Spaga" für einen rumänischen Abgeordneten liegt zwischen 100.000 € bis 150.000 € um als Abgeordneter auf die Wahllisten gesetzt zu werden. Um ein begehrtes Amt als Minister zu erhalten muss man schon 300.000€ bis 500.000 € hinlegen.

Ist man als rumänischer Politiker vorbelastet , insbesondere wenn laufende Ermittlungsverfahren anhängig sind und eine parlamentarische Immunität dringend gebraucht wird , kann die "Spaga" je nach Schwierigkeitsgrad des begangenen Verbrechens, auch in die Millionen € Höhe gehen .
Rumänische Richter lassen sich ab 50.000,00 € kaufen. In kleineren Delikten reichen auch schon mal 2.000,-€ -5.000,- € . Das selbe gilt für rumänische Staatsanwälte. Die rumänische Polizei führt meistens eigene Tarife ein und ist vielfach ummittelbarer "Kopf" organisierter Kriminalität.

Beim rumänischen Geheimdienst SRI fangen die "Spaga" Einlagen bei 10.000,00 € an , drunter geht meistens nichts , da sind die Jungs hart.
Insgesamt bekommt man in Rumänien kaum einen staatlichen Job ohne vorher "Spaga" bezahlt zu haben.Jedwede Art von Anträge werden meist erst nach Zahlung einer "Spaga" korrekt behandelt.
Die rumänischen Grenzbeamte (Zollbeamte ) müssen pro Schicht im durchschnitt zwischen 500,-€ -1000,--€ an ihren Vorgesetzten liefern. Die wiederum müssen den größten Teil nach Bukarest in das zuständige Ministerium überweisen.

Bei allen staatlichen Ausschreibungen gibt es ohne "Spaga" keine Aufträge . Um die "Spaga" überhaupt zahlen zu können müssen Unternehmer an der Qualität der Arbeit sparen . Das Ergebnis sind z.B. neu gebaute Autobahnen (deren Kilometerpreis fünf mal höher ist als in der Schweiz oder Deutschland ) die aus Sicherheitsgründe leider geschlossen werden müssen ,da der aufgesetzte Asphalt nach kurzer Zeit auseinander bricht .

Die meisten rumänischen Politiker , bis hin zum Bürgermeister eines kleinen Dorfes , besitzen Anteile an Unternehmen die wiederum von Staatsaufträge leben. Falls der direkte Zusammenhang zu offensichtlich ist, arbeiten höher gestellte Politiker gerne über Mittelsmänner aus den Familien und Freundeskreis . So auch im Fall von Rumäniens President Basescu.

Es gibt auch qualitative Unterschiede bei der Handhabung und Abwicklung von "Spaga" . In Bukarest hat sich das Modell "Platest- Primesti " durchgesetzt. D.H. wenn man sich einmal auf eine Summe geeinigt hat erhält man meist auch das vereinbarte Ergebnis. In Landesinneren wird das nicht immer so gehandhabt . Manchmal einigt man sich auf eine Summe die später noch erhöht werden kann. Oftmals werden vereinbarte Spaga-Verträge nicht eingehalten,zurückgezogen oder in letzter Minute geändert. Insofern gibt es immer noch starke Unterschiede zwischen Bukarest und den übrigen Landesteilen.

Auch in den Krankenhäuser läuft meistens nichts ohne "Spaga" . In letzter Zeit tendieren Ärzte dazu erst unmittelbar vor einer Operation die "Spaga- Höhe" zu benennen . Da die meisten Patienten nicht mehr auf andere Krankenhäuser ausweichen können , nehmen sie es billigend hin (aus verständlichen Gründe ) ihre letzten Reserven zu Opfern um nicht auf den OP Tisch elendig zu verrecken.

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