Wissenschaftliche Bauwerke

Ausgesetzte Biber am Alt verursachen auch Ungelegenheiten

Samstag, 08. Februar 2014

Die ausgesetzten Biber am Alt sind streng geschützt.

Kronstadt - Zwischen 1998 und 2003 wurden durch ein Projekt des Forschungsinstituts für Forstwesen Kronstadt/Braşov (ICAS) in Zusammenarbeit mit dem Bayrischen Umweltministerium 182 Biber in Rumänien in drei Flussbetten ausgesetzt, darunter auch am Alt-Fluss/Olt im Kreis Covasna. Der Europäische Biber (Castor fiber) ist in Rumänien vor etwa 150 Jahren ausgestorben; durch die Freisetzung der Tiere sollte eine neue Bevölkerung heranwachsen. Diese tat es auch und bereitet nun der Kreisverwaltung Kronstadt – die auch für die Bewirtschaftung der natürlichen Gewässer zuständig ist – reichlich Kopfzerbrechen. Die putzigen „Bauingenieure auf vier Pfoten“ stehen unter strengem Naturschutz, genau so wie ihr Lebensraum, und... bauen den ganzen Tag lang.

Um die „Bauwerke“ zu begutachten, fuhr diese Woche Kreispräfekt Mihai Mohaci mit dem Leiter des Kreisinspektorats für Notsituationen, Stelian Rechi-]ean, sowie Vertretern von ICAS und der Carpaţi-Stiftung zu einem Abschnitt des Alt-Flusses, wo sich mehrere Biberfamilien angesiedelt haben.
Die von den Bibern gebauten Bachsperren an den Gewässern, die in den Alt münden, versetzten die Gruppe ins Staunen und bewogen Präfekt Mihai Mohaci zu der anerkennenden Bemerkung: „Das ist ja schon fast wissenschaftlich, wie sie arbeiten“, als ihm ein fast zwei Meter hoher Staudamm gezeigt wurde. Dabei stellen diese Sperren und Dämme, aber auch die Tunnel eine Gefahr dar, sowohl bei Hochwasser im Frühling nach der Schneeschmelze oder nach heftigen Regenfällen, da sie oft zusätzliche Überschwemmungen oder Schwächen der Sicherheitsdämme bewirken.

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