WM-Qualifikation: Zuversicht mit Dämpfer

Rumänien startet mit Punkteverlust gegen Montenegro

Montag, 05. September 2016

„Schnell abhaken und weiter machen“, mit diesem Leitfaden wäre das 1:1 im ersten Gruppenspiel Rumäniens in der Fußball-WM-Qualifikation 2018 gegen Montenegro eigentlich schon beschrieben. Das betrifft sowohl den Auftritt der Mannschaft und das Resultat, aber auch den Optimismus von Rumäniens Auswahltrainer Christoph Daum: „Ich sehe nicht ein, warum wir nicht weiterhin an die Qualifikation glauben sollten“.

Trotz neuem Trainerstab und viel Optimismus, im Vorfeld kam es in der Klausenburger Arena für Rumänien zum dritten Fehlstart in Folge in einer WM-Qualifikations-Kampagne.

Das bisher ohne Beteiligung an einer EM oder WM dastehende Montenegro trotzte Rumänien einen Punkt in einer Qualifikationsgruppe ab, in der noch Dänemark, Polen, Kasachstan und Armenien spielen. „Wir haben zehn Endspiele vor uns“, hatte Cristian Săpunaru noch vor der Partie gesagt. Im Nachhinein betrachtet, kommt das 1:1 fast einer Niederlage gleich.

Taktisch musste Christoph Daum mit dem Spielermaterial auskommen, dessen gerade mal durchschnittliches Potential in Rumänien seit Jahren angeprangert wird. Auch die neue Spielphilosophie konnte nicht darüber hinwegtäuschen, dass Rumänien seit geraumer Zeit ein zielstrebiges Spiel in den Angriffsspitzen fehlt. Mit Romeo Benzar und Eric Bicfalvi hatte Christoph Daum zwei Debütanten in die Stammelf gebracht und mit der Einwechslung von Gabriel Torje, Adrian Popa und Claudiu Keşerü eigentlich alles richtig gemacht. Torje brachte Dynamik ins Spiel, Popa erzielte den Führungstreffer in der 85. Minute und Keşerü holte einen Strafstoß für Rumänien heraus. Dass es trotzdem nicht zu einem Sieg für Rumänien reichte, hat gleich zwei Gründe. Der Star der Montenegriner, Jovetic, erzielte zwei Minuten nach dem Führungstreffer von Popa den Ausgleich und Nicolae Stanciu schoss in der 7. Minute der Nachspielzeit, in der letzten Spielszene der Partie einen Strafstoß über das Tor des Gegners. Er werde nie mehr einen Elfmeter treten, sagte Stanciu gleich nach dem Spiel.

Sein Trainer meinte, schon viele große Spieler hätten Strafstöße vergeben, gab aber wohl wehmütig zu: „Stanciu hätte heute zum Held werden können“. So wurde er zum „tragischen Helden“. Das nächste Spiel Rumäniens in der WM-Qualifikation trägt die Mannschaft von Christoph Daum in Armenien aus.
 

So spielten sie:
Rumänien: Pantilimon, Benzar, Moţi, Dr. Grigore, Filip, Stanciu, Bicfalvi (76 Popa), Săpunaru, Hoban, Andone (70 Torje), Stancu (90 Ke{erü)
Montenegro: Bozovic, Tomasevic, Savic, Simic, Vukcevic, Bakic (69 Mugosa), Scekic, Vesovic (80 Kojasevic), Marusic, Jovetic, Beciraj (90+2 Nikolic)

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