Wo auch im Winter die Sonne scheint

Beliebte warme Reiseziele unter der Lupe

Freitag, 31. Januar 2014

Der westliche Teil des Ponta de São Lourenço an der Ostspitze von Madeira

Die Metropole Bangkok ist das wirtschaftliche Zentrum Thailands.

Burj al Arab ist das wohl luxuriöseste Hotel der Welt.

Winter an der Cala Fornells auf der Insel Mallorca

Gerade im Winter, wenn die Kälte uns fest im Griff hat, bevorzugen es einige, sich den Minusgraden zu entziehen und in wärmere Gegenden zu flüchten. Dass sich viele Westeuropäer eine Gewohnheit daraus gemacht haben, ihren Winterurlaub in warmen Ländern zu verbringen, ist schon seit Jahren bekannt. Nicht lange ist es her, dass auch die Bürger Rumäniens begonnen haben, im Winter warme Reiseziele zu wählen.

Naturparks und milde Frühlingsluft

Hoch oben im Ranking der Destinationen, die Sonne auf der Speisekarte servieren, befinden sich die Kanarischen Inseln, die gerade von den Deutschen bevorzugt werden. Von Deutschland aus sind diese in vier bis fünf Stunden erreichbar. Im Dezember und Januar liegen die Temperaturen auf den Kanarischen Inseln nicht unter 20 Grad Celsius. Rein geografisch gehören die Kanaren bereits zu Afrika und werden als „Inseln des ewigen Frühlings“ bezeichnet, denn hier herrschen das ganze Jahr über Temperaturen zwischen 17 und 25 Grad. Die sieben Hauptinseln der Kanaren sind Lanzarote, Fuerteventura, Gran Canaria, Teneriffa, La Gomera, La Palma und El Hierro. Von den 13 spanischen Nationalparks liegen vier auf den Kanaren – Inseln vulkanischen Ursprungs mit einer faszinierenden Natur. Der bekannteste ist der Teide-Nationalpark auf Teneriffa, wo sich auch der höchste Berg Spaniens befindet – der Pico del Teide (3718 m), auf dem in den kalten Monaten sogar Wintersport möglich ist. Die größte und vielleicht teuerste Kanarische Insel ist Teneriffa.

Party Nonstop auf Mallorca und Ibiza

Faszinierend ist auch eine andere spanische Inselgruppe: die Balearen. Neben Mallorca, der Lieblingsinsel der Deutschen, gehören zu den Balearen die Inseln Menorca und Formentera sowie die Party-Insel Ibiza. Da Mallorca jährlich von so vielen Deutschen aufgesucht wird – viele davon befinden sich dort bereits im Besitz eines Hauses – wird die Insel zum Scherz auch als 17. Deutsches Bundesland bezeichnet. Gerade im Nordosten und Südwesten Mallorcas laden weite Strände zum Baden ein. Den Wassersportmöglichkeiten sind auf Mallorca keine Grenzen gesetzt, aber auch Partygänger können sich hier nach Belieben unterhalten. Ein besonderes Bild liefert Mallorca im Frühjahr: Dann hüllt die Mandelblüte die Insel in ein rosa Gewand. Partylöwen haben es auch auf Ibiza gut. Touristen, die es ruhiger mögen, fühlen sich hingegen auf der kleinen Insel Formentara wohler. Hier lebten in den 60er und 70er Jahren die Hippies - die in Form von zahlreichen Kultkneipen und Hippie-Märkten Spuren hinterlassen haben.

Keine Minusgrade in Dubai

Dubai: Allein schon der Name des Emirats lässt die Herzen der Wärmesuchenden schneller schlagen. Bekannt ist Dubai schon seit vielen Jahren für die palmenförmige Anlage „The Palm“ auf der künstlichen Insel Jumeirah, aber auch für das spektakuläre Sieben-Sterne-Hotel Burj al Arab und das höchste Bürogebäude der Welt, Burj Dubai. Rund 25 Grad betragen die Temperaturen im Winter in Dubai, sodass das Baden hier besonders angenehm ist. Einkaufen in den Dubai Malls ist allerdings ein teurer Spaß. Auch wenn in Dubai nie Minustemperaturen zu verzeichnen sind, kann man in der größten Stadt der Vereinigten Arabischen Emirate Ski fahren. In der Mall of Emirates befindet sich eine künstliche Skihalle mit einer schneebedeckten Fläche von 22.500 Quadratmetern. Für besonders wohlhabende Touristen ist das Burj al Arab, das teuerste Hotel der Welt, ein Muss. Zumindest ein Abendessen sollte man hier genossen haben.

Bangkok – Stadt der Engel

Viel weiter weg, aber dennoch ein beliebtes Reiseziel im Winter ist Thailand. Tropische Landschaften und Traumstrände begeistern hier genau so wie der interessante Mix aus Kultur und Geschichte. Die großen Ferieninseln, auf die Touristen regelrecht strömen, sind Phuket und Ko Samui, aber auch Ko Racha südlich von Phuket oder Ko Chang und Ko Kut an der Ostküste werden von Urlaubern gern aufgesucht. Sogar Katastrophen wie der Tsunami 2012 konnten die Attraktivität von Phuket nicht zerstören. Bangkok ist ein Muss für Touristen, die nach Thailand reisen, denn die Stadt der Engel, wie der Name übersetzt lautet, ist wahrhaftig eine der heißesten und ungezügeltsten Metropolen weltweit.

Ungezähmte Natur auf Madeira

Zurück nach Europa, auf eine weitere Insel des ewigen Frühlings: Madeira, fast 1000 Kilometer vom portugiesischen Lissabon entfernt, im Atlantischen Ozean gelegen. Madeira ist gerade für Wanderer ein Paradies, denn sie bietet keine langen Sandstrände, sondern eine besondere Landschaft, die sich bei ungefähr 20 Grad optimal erkunden lässt. Eine noch ungezähmte Natur, atemberaubende Berglandschaften und abenteuerliche Autofahrten stehen auf Madeira auf dem Programm. Eine Besonderheit ist, dass sich der Meeresspiegel keine 20 Kilometer von den fast 2000 Meter hohen Gebirgsgipfeln befindet. Ein eher seltenes Panorama.

Monsunzeiten auf den Malediven erleben

Die Malediven sind eine Kette von 1190 Inseln im Indischen Ozean, davon 192 von Einheimischen bewohnt, weitere 88 für die touristische Nutzung erschlossen. Die Inselgruppe erstreckt sich über rund 750 Kilometer Länge und 120 Kilometer Breite. Auf den Malediven gibt es keine Jahreszeiten, sondern Monsunzeiten. Es herrscht tropische Temperatur mit relativ hoher Luftfeuchtigkeit. An den weißen, von Palmen gesäumten Sandstränden finden Touristen glasklares, flaches und warmes Wasser. Taucher haben hier die Möglichkeit, Atolle mit Korallenriffen zu erkunden. Verliebte Paare können ihre Flitterwochen in einem der zahlreichen exklusiven Luxushotels verbringen.

Ägypten – auch im Winter eine Reise wert

Badetemperaturen von 25 bis 30 Grad, aber auch eine geringe Niederschlagsmenge sind charakteristisch. Ausnahme bilden das Nildelta sowie die rund 700 Kilometer lange Küste am Mittelmeer. Hier werden höhere Niederschlagsmengen, zwischen 100 bis  200 mm,  registriert. Die beste Reisezeit für einen Urlaub in Ägypten hängt von der Region ab. Von November bis März können Touristen das Gebiet um Luxor bereisen, zwischen Oktober und April ist die Region um Kairo empfehlenswert. Die Pyramiden von Gizeh sind nicht weit von der ägyptischen Hauptstadt entfernt. Viel Kunst und Kultur können Touristen in der Metropole Kairo erleben.

Ob Mallorca, Madeira oder Ägypten – für Leute, die dem Schmuddelwetter Ade sagen wollen, bieten sich zahlreiche Möglichkeiten. Die meisten dieser Reiseziele können mit Charterflügen erreicht werden. Die Preise für Aufenthalte in diesen Gebieten beginnen bei mindestens 500-600 Euro/Person, Flug und fünffache Übernachtung mit eingeschlossen.

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