Wochenarbeitszeit in Rumänien EU-weit am längsten

Freitag, 28. Juni 2013

Bukarest (ADZ) - Vollzeitangestellte in Rumänien hatten laut des jährlichen Berichts zur Entwicklung der tariflichen Arbeitszeit der Europäischen Stiftung zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen (Eurofound) im vergangenen Jahr mit durchschnittlich 41,2 Stunden die längste Wochenarbeitszeit in der Europäischen Union (inklusive Kroatien) und Norwegen. Dahingegen lag die Wochenarbeitszeit in Finnland bei lediglich 37,6 und in Frankreich bei 37,9 Stunden.

Auch die Jahresarbeitszeit von Vollzeitangestellten lag mit 1573,5 Stunden in Frankreich am niedrigsten, in Rumänien waren es 1848 und in Estland sogar 1856 Stunden. Das heißt, dass Vollzeitarbeitnehmer in Rumänien sieben Arbeitswochen mehr aufzuweisen hatten als ihre Kollegen in Frankreich.
Wie wenig dies jedoch über die Leistungsfähigkeit einer Volkswirtschaft beziehungsweise der Arbeitnehmer aussagt, zeigt ein Blick auf die Arbeitsproduktivität gemessen am Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigen zu Kaufkraftstandards. Diese hat sich in Rumänien laut dem Statistischen Amt der Europäischen Union (Eurostat) im Vergleich zu 2001 zwar verdoppelt, lag aber auch 2011 nur bei 49,4 Prozent des EU-27-Durchschnitts. Arbeitnehmer in Frankreich erreichten 116,7 Prozent in Luxemburg waren es sogar 169,1 Prozent.

Die Zahlen von Eurofound berücksichtigten zudem lediglich die vertraglich festgelegte Arbeitszeit und nicht die geleisteten Überstunden oder flexible Formen der Arbeitszeitgestaltung. So wurde beispielsweise in Deutschland infolge der schwächelnden Konjunktur im Jahr 2012 abermals vermehrt zum Instrument der Kurzarbeit gegriffen, während dies in Frankreich nur in Ausnahmefällen gestattet war.

Kommentare zu diesem Artikel

Norbert, 29.06 2013, 17:26
Hier wird in einem Komentar Frankreich als vorbild geschrieben. Mir fällt da was besseres ein .!!!Kasachstan!!!,da mache ich gerade einem Staubwedel Pronto Fanclub auf. Vieleicht führt Der Staubwedler Pronto sein Volk zwar nicht wie Moses die Israeliten aus der Wüste. Sonder der Staubwedler Pronto sein Volk in die Wüste.Dann würde Siebenbürgen wieder eine blühende Zukunft haben.Denn die Geschichte geht immer weiter.Die Rumänen wissen selbst das sie dort nichts verloren haben.Deswegen tretet alle deutschen in und aus Rumänien ,in meinen neuen Staubwedler Pronto Fanclub in Kasachstan ein. Die romanisierten Deutschen bitte draussen bleiben..
Hans Werner, 29.06 2013, 13:30
Wenn man staendig Pause waehrend der Arbeit macht und dies niemand kontrolliert ist man halt nicht produktiv. Die Restzeit ist man mit Klauen beschaeftigt und Reden. Forza Romania !!!
ottmar, 29.06 2013, 01:13
Der Bericht ist inhaltlich total falsch, denn in diesem Bericht wird von Rumaenien und arbeiten geschrieben. Richtig waere Rumaenen sind in Betrieb und warten auf die Entlohnung. Beispiel: Ich habe vor 2 Wochen ein Motorrad (fast neu) wegen Problemen bei BMW Romania abgegeben. Seit 2 Wochen warte ich auf einen Anruf was mit dem Motorrad ist. Ist halt BMW Romania!!!!!
Norbert, 28.06 2013, 23:57
Das ist doch logisch.Wo nix klappt wird immer am längsten gearbeitet. Wobei ich es im Fall Rumänien nicht mit arbeiten ausdrücken würde. Sondern mit wurschteln..
Alexander, 28.06 2013, 23:03
So so ... nicht Frankreich als Vorbild nehmen ... wen dann? Vielleicht Griechenland?

Vor allem aber sind diese Zahlen mit Vorsicht zu genießen. Es ist wie mit den vielen Abiturabschlüssen in den Jahren vor 2011 - dass wären den 1848 Stunden auch wirklich gearbeitet wurde, ist wohl eher zu bezweifeln.
Skeptikus, 28.06 2013, 13:55
Man soll sich bloss nicht Frankreich als Vorbild nehmen: sozialistisch und industriell nicht wettbewerbsfähig!

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