WORT ZUM SONNTAG: Frieden mit Gott

Sonntag, 28. Februar 2016

„Was habe ich davon, dass ich Christ bin?“ Das habe ich einmal die Schüler im Religionsunterricht gefragt. Die Antwort war – ein großes Schweigen. Ich frage mich, was wohl die Erwachsenen auf diese Frage antworten würden: „Was haben Sie davon, dass Sie Christ sind?“ Wir wissen es nicht? Lassen Sie uns einmal den Apostel Paulus fragen: „Lieber Paulus, was habe ich davon, dass ich Christ bin?“ Und er antwortet: „Da wir nun gerecht geworden sind durch den Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch unsern Herrn Jesus Christus“ (Römer 5,1)
Also, was habe ich davon, dass ich Christ bin?
Ich habe Frieden mit Gott!

Das klingt jetzt vielleicht enttäuschend. „Frieden mit Gott“. Ja, ist das denn etwas Besonderes? Ein Mann wurde einmal auf der Straße gefragt: „Haben Sie Frieden mit Gott?“ Erstaunt hat er geantwortet: „Ich denke – Ja! Also, ich habe jedenfalls nichts gegen ihn!“ So denken wohl viele Menschen. Aber das klingt so, als ginge ein Angeklagter auf seinen Richter zu, würde ihm die Hand entgegen strecken und sagen: „Hören Sie mal, Herr Richter, ich habe nichts gegen Sie. Also ist ja wohl alles in Ordnung und ich kann in Ruhe meiner Wege gehen.“ Wir merken, so einfach ist es nicht. Ich erinnere mich noch gut an einen Mann, der mir einmal fröhlich und selbstbewusst erklärte: „Herr Pfarrer, ich muss nicht so oft zum Abendmahl kommen. Bei mir ist alles in Ordnung.“ Nach einiger Zeit hörte ich, dass er große Probleme hatte. Aber sein größtes Problem war nicht die Geschichte, in die er verwickelt war, sondern er sagte: „Ich habe keinen Frieden mehr! Ich kann nicht mehr schlafen.“ Schließlich gab er zu: „Ja, tatsächlich, wenn ich mit Gott keinen Frieden habe, macht mich die Welt kaputt.“ Frieden mit Gott – ist das etwas Besonderes? Ich denke, dass die Unzufriedenheit in so vielen Herzen, dass der Streit in so vielen Familien, dass der Hass zwischen so vielen Menschen und Völkern daher kommt, dass wir keinen Frieden haben mit Gott! Wie viel Elend, Armut und Not hat hier seine Wurzel!

Und nun schreibt der Apostel Paulus: „Wir haben Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus.“ Ohne Jesus Christus gibt es also keinen Frieden mit Gott. Damit wir Frieden haben mit Gott, musste Jesus sterben. Als er am Kreuz starb, hielt Gott sein Gericht über unsere Sünde und Schuld. Der Herr Jesus bezahlte unsere Strafe und starb unseren Tod. Damals hat Gott einen Friedensvertrag mit den Menschen unterschrieben. Und wenn wir unsere Unterschrift auch daruntersetzen wollen – denn jeder Vertrag braucht ja mindestens zwei Unterschriften – dann haben wir Frieden mit Gott. Sich ganz Jesus Christus anvertrauen, alle Hoffnung auf ihn setzen, ihm bedingungslos zu vertrauen, das heißt glauben. Und solchen Glauben beantwortet Gott, indem er die Rechtfertigung schenkt. Das heißt, wer an Jesus Christus glaubt, der ist Gott recht und dessen Schuld sieht Gott nicht mehr an. Für den gilt dann, was der Apostel Paulus schreibt: „Da wir nun gerecht geworden sind durch den Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch unsern Herrn Jesus Christus.“
Horatio Gates Spafford hat gedichtet:

„Wenn Friede mit Gott meine Seele durchdringt, ob Stürme auch drohen von fern, mein Herze im Glauben doch allezeit singt: Mir ist wohl, mir ist wohl in dem Herrn.
Wenn Satan mir nachstellt und bange mir macht, so leuchtet dies Wort mir als Stern: Mein Jesus hat alles für mich schon vollbracht; ich bin rein durch das Blut meines Herrn.“
Was habe ich davon, dass ich Christ bin? Ich habe sicher kein sorgenfreies Leben. Ich habe nicht alle Tage Sonnenschein. Aber ich habe Frieden mit Gott. Damit stehe ich wie in einer starken Kirchenburg, wo der Feind mich zwar von außen bedroht, aber er kann mir nicht schaden, weil er in die feste Burg nicht eindringen kann.   
Lieber Leser, unterschreibe doch den Friedensvertrag Gottes! Lass Dich doch auf diesen Jesus Christus ein, dann hast Du Frieden mit Gott und bist in ewiger Sicherheit.

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