WORT ZUM SONNTAG: So dumm!?

Sonntag, 29. Oktober 2017

Eine Belgierin wollte mit dem Auto zum Brüsseler Bahnhof fahren, um einen Freund abzuholen. Das bedeutete eine Fahrt von ungefähr 95 Kilometern. Allerdings hatte sie im Navigationsgerät ihres Autos das Ziel falsch eingegeben. So fuhr sie statt der 95 Kilometer bis nach Brüssel 1400 Kilometer in die falsche Richtung. Anstatt am Brüsseler Bahnhof kam sie in der kroatischen Hauptstadt Zagreb an. Auf ihrem „kleinen“ Umweg durchquerte sie in rund 60 Stunden sechs Länder. Selbst Ortsschilder in fremden Sprachen und das mehrfache Tanken ließen sie nicht stutzig werden. Sie vertraute stets der freundlichen Stimme ihres Navis.

Unglaublich – aber wahr!
Und wenn Sie jetzt sagen: „So dumm kann doch niemand sein“, dann erzähle ich Ihnen von meiner ersten Fahrt in einem Auto mit „Navi“ – wobei ich nur der Beifahrer war.

Der Fahrer, ein junger Mann, starrte immer nur auf den Bildschirm seines Navi. „Bitte fahren Sie jetzt von der Autobahn ab!“, sagte die freundliche Stimme. Und der Fahrer wollte es tun. Nur – die Abfahrt war noch gar nicht da. Außerdem mussten wir noch viele Kilometer weiter auf der Autobahn fahren. Wenn die Insassen des Fahrzeuges nicht protestiert hätten, dann wären wir wohl kaum sicher am Ziel angekommen. Dass inzwischen ein Navi nicht mehr sagen darf: „Bitte wenden Sie jetzt!“, hat eben seine Gründe.

Wir sind da klüger, nicht wahr?
Vielleicht bleibt uns aber das Lachen über die Dummheit der anderen ein Stück im Halse stecken, wenn wir an so manchen Um- oder Irrweg in unserem Leben denken. Auf welche Stimmen haben wir denn da gehört?

Zwischen allen Stimmen, die uns den richtigen Weg, die richtige Entscheidung, das richtige Konzept oder die richtige Wahrheit anpreisen, dürfen wir auf die Stimme von Jesus hören. Er sagt einmal mit dem Bild des guten Hirten und der Schafherde: „Meine Schafe hören meine Stimme und ich kenne sie, und sie folgen mir“ (Johannesevangelium Kapitel 10 Vers 27).

Er ist gekommen, damit unser Leben gelingt. Das heißt: Damit wir unser Leben in der Gemeinschaft mit Gott führen können und an einem Leben teilhaben, in dem Leid, Schuld und Tod keine Macht mehr haben.

Manchem mag das dumm vorkommen. Dann bleibt ja noch das Navi im Auto.
Ich wünsche Ihnen die richtige Orientierung im Leben und Gottes Segen für die neue Woche.

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