„Wunschgegner“ schlug knallhart zu

Rumänien im Relegations-Hinspiel nicht WM tauglich

Montag, 18. November 2013

Griechenland galt bei der Auslosung der Paarungen für die Relegation zur Fußball-WM in Brasilien als Rumäniens Wunschgegner. Doch auch dieser sogenannte „Wunschgegner“ scheint für Rumäniens Fußball-Nationalmannschaft eine Nummer zu groß, auch wenn das erste Tor der griechischen Gastgeber aus einer abseitsverdächtigen Situation heraus fiel. Gegen die über weite Strecken schwachen Griechen zeigten sich die Rumänen im Auswärtsspiel als harmlos im Angriff und überaus anfällig in der Abwehr. Die Mauer-Taktik von Trainer Victor Piţurcă ging keineswegs auf und im Angriff schafften die Rumänen außer dem Treffer zum 1:0 so gut wie gar nichts. 1:3 unterlag Rumäniens Auswahl gegen eine griechische Mannschaft, die keine allzu große Hürde für einen Aspiranten auf die WM-Teilnahme sein müsste.Morgen, im Rückspiel in Bukarest (21 Uhr, live auf Antena 1), steht Rumäniens Auswahl unter enormem Druck.

Der offensive Mittelfeldmann des VfB Stuttgart, Alexandru Maxim, wurde Opfer der Piţurcă-Taktik. Rumäniens formstärkster Fußballer ist zweifelsohne nicht der Lieblingskicker des Trainers. Nur wer ein anderes Spiel gesehen hat, kann sich so äußern, wie das – laut Mediafax – Piţurcă nach dem Spiel getan hat. „Ich bereue es nicht, Maxim nicht eingesetzt zu haben. (...) Jene die eingesetzt wurden, haben gut gespielt. Sollte er in Bukarest auflaufen, bleibt zu hoffen, dass er zeigt, dass ich mich getäuscht habe. Ich plane mit ihm das Rückspiel, deshalb habe ich ihn nicht eingesetzt“, schafft Piţurcă in einem Atemzug einen krassen Widerspruch. Trotz ihrer defensiven Ausrichtung kassierte die rumänische Elf drei Gegentore. Auch beim Stand von 1:3, das ab der 66. Spielminute auf der Anzeigetafel stand, brauchte Piţurcă noch mehr als 20 Minuten, um sich durchzuringen, den Stuttgarter Mittelfeldstar zu bringen.

In den etwa 5-6 Minuten, in denen Maxim zum Einsatz kam, konnte er am Ergebnis nichts mehr ändern. Im Rückspiel am Dienstag bekommt der derzeit formstarke Maxim wohl mehr Einsatzzeit, da Piţurcă kaum noch eine Alternative hat – weder vom Ergebnis, noch vom Personal her, denn drei seiner Mittelfeldleute werden im alles entscheidenden Rückspiel fehlen: Bourceanu und Lazăr sind gesperrt und Pintilii ist verletzt. Infrage für den „Sechser“ kommt vom Profil her der Petrolul-Kicker Hoban, aber auch der im Hinspiel verletzungsbedingt ausgefallene Vlad Chiricheş wird als mögliche Alternative im defensiven Mittelfeld gehandelt.

Kommentare zu diesem Artikel

Norbert, 18.11 2013, 20:08
Wirklich gute Einschätzung und Ausblick. Auch die Situation auf der Sechser-Position ist professionell erkannt. Was an diesem Kommentar fehlt, sind die Mannschaftsaufstellungen. Zumindest jene der Rumänen wäre bei so einem wichtigen Spiel angebracht gewesen. Zu Maxim: Den sollen sich die Bayern oder Dortmund schnappen, bevor er nach England geht.
Gerd, 18.11 2013, 19:59
Dieser Kommentar setzt alle I-Tüpfelchen. Sehr guter Beitrag. Wie kann ein Trainer einen Spieler wie Maxim draußen lassen? Ihn kurz vor dem Ende noch einsetzen ist eigentlich ein Beweis, dass Piturca Maxim nur zum Narren hält. Der sollte machen wie Kießling, und sich aus der Auswahl verabschieden.

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