Zeit zunehmender Zeckengefahr

Notfalldienst der Krankenhäuser wird selten aufgesucht

Freitag, 21. Juni 2013

Reschitza - Mit den steigenden Temperaturen ist auch die Zahl der Insektenstiche gestiegen, meldet die Karasch-Severiner Gesundheitsbehörde DSP. Auch die Zahl der Zeckenbisse sei sprunghaft angestiegen. Allerdings kommen die Zeckenopfer nur selten zu einer ärztlichen Konsultation, entfernen in der Regel selber die fest- und vollgesaugten Insekten. Allem Anschein nach hat es bisher auch zum Glück keine negativen Folgen der Insekten- und speziell der Zeckenangriffe gegeben, stellt die DSP fest, weil kein einziger Fall medizinisch aktenkundig wurde.

Dr. Dragoş Luca, der Direktor der Gesundheitsdirektion DSP Karasch-Severin, sieht das so: „Nicht alle, die von einer Zecke gebissen werden, kommen gleich zur Notaufnahme ins Krankenhaus. Viele ziehen es vor, sich `traditionell` zu behandeln. Wie man mir erzählt hat und wie auch die weisen Ratschläge im Internet es empfehlen, heißt das, dass Phosphor auf die Stichstelle getan wird, oder dass die Stichstelle mit einer brennenden Zigarette ´kauterisiert` wird. Mir sind allerdings keine Fälle bekannt, wo eine solche Tortur tatsächlich gewirkt hat. Da kann ich nur empfehlen, die medizinisch für solche Fälle empfohlenen Standardbehandlungen zu befolgen, die von jedem Notfalldienst eines Krankenhauses angeboten werden.“

Vor allem, wenn rund um einen Zeckenstich Rötungen auftreten oder wenn dem Befallenen sonstige leise bis starke Zweifel an seinem Gesundheitszustand nach einem Zeckenstich aufkommen, wird dringend geraten, sich ans nächstgelegene Krankenhaus zu wenden. „Es gibt für solche Fälle strandardisierte Behandlungsprozeduren, die einzuhalten sind“, erklärt Dr. Luca kategorisch. „Die allgemeine Einstellung, dass Zeckenbisse – aber auch Stiche und Bisse von unbekannten Insekten oder sonstigem Sommergetier, etwa Spinnen – von den Bürgern selber zu Hause behandelt werden, nach sogenannten `altbewährten` Rezepten, so etwas kann ich nicht empfehlen. Trotzdem gebe ich zu: Auch ich habe in meinem Bekanntenkreis Leute, die solche Praktiken anwenden!“ Glücklicherweise, so der DSP-Direktor, habe man auf dem Gebiet des Verwaltungskreises Karasch-Severin bislang noch keinen einzigen Fall der Borreliose-Lyme-Krankheit feststellen müssen, eine der typischen, von Zecken übertragenen Krankheiten.

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