Zentralbank belässt Geldpolitik unverändert

BNR-Gouverneur Isărescu tadelt Bankensteuer

Donnerstag, 10. Januar 2019

BNR-Gouverneur Isărescu kritisierte in einer Pressekonferenz, dass die Besteuerung der Bankenaktiva unerwartet und ohne Absprache mit der Finanzbranche beschlossen wurde. Die Bindung der Bankabgabe an den Referenzzinssatz im Interbankengeschäft ROBOR könnte die Effizienz der Geldpolitik einschränken.
Foto: Agerpres

Bukarest (ADZ) - Der Verwaltungsrat der Rumänischen Nationalbank (BNR) hat in seiner Sitzung am Dienstag die Geldpolitik unverändert gelassen, der Leitzins bleibt entsprechend einer Pressemitteilung weiterhin bei 2,5 Prozent. Die BNR gab weiter an, dass die Inflation seit November 2018 mit 3,43 Prozent wieder innerhalb des Inflationszieles liegt, zählte aber auch eine Reihe an Unsicherheitsfaktoren bezüglich der Inflationsentwicklung auf. Neben externen Einflüssen – das Wirtschaftswachstum der Eurozone und auf globaler Ebene sowie die Geldpolitik in Europa – hob die BNR auch den ausstehenden Haushalt für das Jahr 2019 hervor und kritisierte die kurz vor Weihnachten angekündigten fiskalpolitischen Maßnahmen der Regierung.

BNR-Gouverneur Mugur Isărescu tadelte in einer Pressekonferenz vor allem, dass die progressive Besteuerung der Bilanzsumme von Banken plötzlich und ohne Beratungen mit der Finanzbranche getroffen wurde. Ähnliche Abgaben gebe es zwar noch in Europa, die Bindung der Steuer an den Interbankenzins ROBOR sei jedoch neu und könne die Effizienz der Geldpolitik einschränken. Außerdem sei es noch unklar ob die Aktiva der Banken ein- oder viermal im Jahr besteuert würden, so Isărescu.

 

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