Zentralpark soll demnächst neu eingerichtet werden

Bürgermeisteramt will Meinung der Temeswarer erfahren

Freitag, 08. November 2013

Die heutige Fläche des Parks in der Temeswarer Innenstadt diente bis Anfang des 19. Jahrhunderts als Friedhof.
Foto: Zoltán Pázmány

Temeswar - Der Zentralpark soll demnächst eine Erneuerung erfahren. Doch wie soll der Park in der Innenstadt von Temeswar/Timişoara eigentlich aussehen? Das ist noch ungewiss, sogar für die Vertreter des Bürgermeisteramts, die sich nun die Meinung der Temeswarer zu dieser Angelegenheit anhören wollen. Ob die Anlage erneut in englischem Stil oder doch im Barockstil, wie z.B. die Gärten des Schlosses Schönbrunn, eingerichtet werden soll, das versuchen nun die Behörden herauszufinden. Beide Varianten sind auf der Webseite des Bürgermeisteramts, www.primariatm.ro, veröffentlicht. Interessenten können die Beschreibungen analysieren und ihre Meinung dazu äußern. Seit dem 6. November und bis am 20. November dürfen die Bürger ihre Vorschläge an die E-Mail-Adresse comunicare@primariatm.ro schicken. Diese werden analysiert und in der künftigen Machbarkeitsstudie zur Parksanierung  berücksichtigt.

Der sogenannte „Zentralpark“ liegt rechts von der Orthodoxen Kathedrale in der Nähe der Temeswarer Innenstadt und ist einer der ältesten und größten Parks in Temeswar. Der Park hieß anfangs „Scudierpark“, nach dem Namen seines Gründers, Graf Anton Scudier. Der Park wurde vor mehr als hundert Jahren – zwischen 1870 und 1880 – errichtet. Im Laufe der Zeit nahm die Anlage verschiedene Formen an und wurde auch mehrmals umbenannt. Anfangs in englischem Stil, mit langen Blumenbeeten, zurechtgestutzten Sträuchern und Alleen, erlitt der Park durch den Einfluss der sukzessiven politischen Regime mehrere Veränderungen. Die jüngste Veränderung fand im Kommunismus statt: Eine Betonplattform und Pflastersteine inmitten des Parks, alte weiße Holzbänke, Schachtische, die im Sommer zahlreiche Spieler anziehen, und Wasserbecken/Springbrunnen, die jedoch seit Jahren nicht mehr funktionieren.

Heutzutage besitzt die Grünanlage keinen einheitlichen Stil, doch der „Zentralpark“ unterscheidet sich trotzdem von anderen derartigen Anlagen in Temeswar. Das Denkmal des Rumänischen Soldaten, eine imposante Statue im Stil des realistischen Sozialismus, aus Marmor, umringt von Stiefmütterchen-Arrangements, gilt als Erkennungszeichen. Das Denkmal wurde am 30. Dezember 1952 enthüllt und der Park bekam den Namen „I.W.Stalin“. Die erste Büste im Park, jene des Kommandanten Scudier, wurde 1881 aufgestellt. Zeitweilig standen hier mehrere Statuen und Büsten, wie zum Beispiel von Alexandru Mocioni, I. G. Duca und Vincenţiu Babeş (letzere ist auch heute noch im Park zu sehen). Der heutige Zentralpark beherbergt die Allee wichtiger Persönlichkeiten aus dem Banat. Aufgestellt wurden unter anderen bereits die Büsten von Stan Vidrighin, Aurel Cosma, Sever Bocu, Carol Küttel, János Török, Eugen von Savoyen und Claudius Florimund Mercy.

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