Zersplitterung der ungarischen Minderheit

György Frunda warnt vor Uneinigkeit

Freitag, 08. Juni 2012

Bukarest (Mediafax/ADZ) - Der Vorsitzende des Budapester Parlaments, László Kövér, ist Donnerstagnachmittag aus Neumarkt/Tg. Mureş wieder abgeflogen. Vorher hat er erneut seine Verwunderung darüber ausgedrückt, dass sein Besuch so viel Wirbel ausgelöst habe, er habe doch bloß seine Meinung geäußert, dass er sich mit der vorherigen Regierung bestens verstanden habe und mit dieser nicht. Diese Regierung wolle nicht einsehen, dass die ungarische Autonomie in Siebenbürgen etwas Gutes sein könne.

Auf der Regierungssitzung von Mittwoch hat Premier Victor Ponta dem Innenminister und dem Außenminister gedankt für die „intelligente, aber entschiedene Art“, wie sie die Angelegenheit des Kövér-Besuchs behandelt haben. Kövér habe „provokatorisch und irrational“ gehandelt, er sei der Exponent von Kräften, die man langfristig unter Beobachtung halten müsse.

Senator György Frunda (UDMR) betonte, dass der Ungarnverband es zurückweise, „wenn Budapest und seine hiesigen Handlanger uns Lektionen erteilen wollen“. Kövér habe eindeutig Wahlkampf betrieben für die Ungarische Bürgerpartei des Jenö Szász. In Budapest habe sich Zsólt Németh, Staatssekretär im Außenministerium, für die Partei von László´Tökés stark gemacht. Durch diese Zersplitterung könne es so weit kommen, dass die ungarische Minderheit gar nicht mehr im rumänischen Parlament vertreten sein wird, so wie das schon in der Slowakei geschehen ist.

Kommentare zu diesem Artikel

HermannGrimm, 08.06 2012, 08:46
Lernen die Ungarn nicht aus ihrer Geschichte und ist die Slowakei nicht ein erschreckender Beleg der negativen ungarischen Politik?

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