ZF: Ein Drittel der Beschäftigten Rumäniens sind in der Landwirtschaft tätig

Samstag, 23. August 2014

Bukarest - 29 Prozent der beschäftigten Bevölkerung Rumäniens, bzw. 2,6 Millionen Menschen, ist in der Landwirtschaft tätig. Das Wirtschaftsblatt „Ziarul Financiar“ (ZF) zeigt in einem Bericht in seiner Freitagsausgabe auf, dass dies derselbe Wert wie 1980 ist und der Situation in Ländern wie Ecuador, Kasachstan oder den Philippinen entspricht. In Ungarn arbeiten in der Landwirtschaft nur 5 Prozent der Angestellten, in Polen sind es 12,6 Prozent und in der Ukraine 17,2 Prozent. Außerdem weist ZF darauf hin, dass die meisten Rumänen die in der Landwirtschaft tätig sind, eine Subsistenzlandwirtschaft betreiben und der Agrarsektor lediglich 6 Prozent zur Wirtschaftsleistung beiträgt. Der Soziologieprofessor Dumitru Sandu zeigt im Bericht auf, dass die Situation auch dadurch zu erklären ist, dass in den Städten schlicht nicht genügend Arbeitsplätze vorhanden sind, zusätzlich effiziente Bewässerungssysteme fehlen und Landwirte oft keine Absatzmärkte finden, da der Stadtbevölkerung die Kaufkraft fehlt oder diese Importgüter bevorzugt.

Kommentare zu diesem Artikel

Sraffa, 26.08 2014, 01:59
Was da geschrieben wurde ist weithin bekannt und schrecklich. Dutzende von Regierungen jeder Coleur - aber vor allem die "Neuen Demokraten" um PDL und PNL- haben sich einen Sch***dreck um die Entwicklung dieses für Rumänien so wichtigen Sektors bemüht; vermutlich wären sie aber aufgrund der Größe und Komplexität der Aufgabe sowieso überfordert gewesen.
Und noch einmal : Die Bildung von GENOSSENSCHAFTEN ist für die Entwicklung dieser Industrie überlebensnotwendig; das zeigt Deutschland.
Deutscher, 24.08 2014, 08:16
Endlich einmal ein Beitrag der nicht geschönt ist, was hoffen lässt. Rumänien hat die grössten Landwirtschaftlichen Flächen in der EU, bewirtschaftet oder nicht, der EU Agrarkommisar kommt aus der EU, aber das alleine hilft eben nicht diesen Wirtschaftszweig nach vorne zu bringen. Alleine die Milchproduktion und deren Importe sagen schon viel über den zustand aus.
Manfred, 23.08 2014, 15:06
Auch wenn ich einen Aufenthalt auf dem Lande als erholsam empfinde,da herrschen doch noch mittelalterliche Verhältnisse.Armut und Bildungsnotstand herrschen vor,wann wird da etwas verändert?

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