ZF Friedrichshafen erweitert Tätigkeiten in Temeswar

Der Automobilzulieferer kauft Ingenieursdienstleister

Mittwoch, 24. Mai 2017

Der Technologiekonzern ZF Friedrichshafen AG hat einen Investitions- und Kooperationsvertrag mit den Temeswarer Ingenieursdienstleister BeeSpeed unterzeichnet. Durch diesen Vertrag übernimmt der deutsche Konzern das Automotive-Geschäft von BeeSpeed. Dieses Unternehmen arbeitet bereits seit zehn Jahren für das Geschäftsfeld Bremssysteme der Division aktive und passive Sicherheitstechnik von ZF TRW.

„BeeSpeed” ist ein langjähriger und verlässlicher Partner”, sagt Manfred Meyer, Leiter Engineering des Geschäftsfelds Bremssysteme. „Mit der Übernahme sichern wir uns dauerhaft das Know-how der 75 Ingenieure, die für uns arbeiten und bieten ihnen ausgezeichnete Perspektiven als Teil des ZF Konzerns”. ZF will sich damit als Systemanbieter nicht nur in den Bereichen Software und IT, sondern auch punktuell in der Mechanik verstärken. „Damit können wir unsere Kompetenzen bei intelligenten mechanischen Systemen weiter ausbauen”, hebt Meyer hervor. Das Investitions- und Kooperationsabkommen haben ZF und die Inhaber von BeeSpeed vor kurzem in Temeswar unterzeichnet. Dieser Vertrag sieht vor, dass bis Anfang kommenden Jahres die Automotiv-Sparte aus BeeSpeed herausgelöst wird und bis zum ersten Januar 2019 wird auch der rechtliche Übergang zu ZF erfolgen. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Der Leiter der Automotiv-Sparte und Aktionär bei BeeSpeed, Dr. Ing. Sever Scridon, wird auch künftig das Ingenieursteam anleiten.

BeeSpeed wurde 1994 gegründet. Als zweiter Bereich neben der Automotive-Sparte steht die Automatisierung mit Schwerpunkt Wasseraufbereitung. Diesen Bereich wird BeeSpeed eigenständig weiterführen.

Die ZF Friedrichshafen hat in Rumänien zwei Standorte: das TRW-Werk am Temeswarer Jagdwald und eines in der Stadt Roman. Die Werke gehören zum Geschäftsfeld Insassenschutzsysteme der Division aktive und passive Sicherheitstechnik und machten vergangenes Jahr einen  Umsatz von 100 Millionen Euro.

 ZF ist ein weltweit führender Technologiekonzern in der Antriebs- und Fahrwerktechnik, so wie in der aktiven und passiven Sicherheitstechnik. Das Unternehmen hat weltweit 137.000 Arbeiter an 230  Standorten in nahezu 40 Ländern. Im vergangenen Jahr hat ZF einen Umsatz von 35,2 Milliarden Euro generiert.

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