Zielgerichtet und passgenau

THW Eichstätt bringt Hilfsgüter nach Rumänien

Dienstag, 15. Januar 2013

17 Schultafeln brachte das Technische Hilfswerk (THW) Eichstätt nach Rumänien. Sie ersetzen dort Schiefertafeln oder Holzbretter.

Eichstätt/Großkarol -  Mit zwei Lastzügen und einem Kleinlaster mit Anhänger war das Technische Hilfswerk (THW) Eichstätt vorherige Woche nach Rumänien aufgebrochen. Zum zwölften Mal seit 2001 brachten die Freiwilligen mit ihren blauen Lastern Hilfsgüter nach Großkarol/Carei. Die Spenden wurden direkt vor Ort abgeladen und zielgerichtet verteilt.

Das Städtische Klinikum in Großkarol, drei Schulen und ein Kindergarten waren Ziel der THW-Freiwilligen und ihrer Laster. Für jede Einrichtung gab es passende und notwendige Hilfe. So wurde das Krankenhaus mit rund 100 Stühlen und gut 20 Holztischen beliefert. Die von einer deutschen Firma gespendeten Möbel finden in den Wartezimmern für Patienten und im großen Speisesaal Platz. Bisher herrschte dort Mangel an Stühlen.

Für die Schulen in Sanislau, Großkarol und Moftinu Mic hatten die elf THW-Frauen und Männer Schultafeln geladen, die aus dem Eichstätter Willibald-Gymnasium stammten. Sie ersetzen in den Schulen Schiefertafeln oder Holzbretter, auf denen bisher geschrieben wurde. Wie THW-Konvoileiter Willi Kammerbauer mitteilt, zeigten sich die Schulleiter dankbar und erfreut über die Spende aus Deutschland. Schon seit mehreren Jahren bringt das THW immer wieder Tafeln in den Landkreis Sathmar/Satu Mare.

Bisher wurden schon fast 50 Tafeln geliefert. Für den Nachwuchs in einem Kindergarten in Großkarol hatte das THW 180 (verspätete) Weihnachtspakete dabei, die Kindergartenkinder in Ochsenfeld, Möckenlohe und Lippersthofen gepackt hatten. Weitere Hilfsgüter, darunter eine Heimorgel, Rollatoren, zwei Computer und 28 Holztüren wurden zum Zentrallager der Asocia]ia Kinderland gebracht. Der Zweigverein der deutschen Rumänienhilfe wird einen Teil der Waren in Absprache mit dem lokalen Sozialamt direkt an Bedürftige weitergeben, darunter auch an Roma-Familien. Kleidung und Haushaltsgeräte werden zudem in Secondhandläden verkauft.

Mit den Einnahmen werden die rumänischen Mitarbeiter bezahlt und Überschüsse fließen in diverse Hilfsprojekte. So wurden in Schulen und Kindergärten Heizungen oder Toiletten eingebaut. Das THW finanzierte die Fahrt komplett aus Spenden, die der THW Helferverein gesammelt hatte. Seit der ersten Fahrt im Jahr 2001 unterstützte der Verein die Hilfe für Rumänien mit bisher mehr als 27.000 Euro.

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