Zu viel Chlor im Bukarester Leitungswasser wegen starker Schneeschmelze?

Freitag, 01. Februar 2019

Symbolbild: pixabay.com

Bukarest (ADZ) - Am Mittwoch hat das Gesundheitsministerium vor einem zu hohen Chloranteil im Leitungswasser in den Bukarester Stadtbezirken fünf und sechs gewarnt, nachdem mehrere Einwohner einen starken Chlorgeruch des Wassers beim öffentlichen Gesundheitsamt gemeldet hatten. Der Grund: Am 29. Januar soll der Argeș-Fluss wegen schneller Schneeschmelze eine übermäßige Menge Ammoniak transportiert haben, der mit einem größeren Anteil an Chlor neutralisiert werden musste. Der Argeș ist eine der beiden Wasserzufuhren, die für den Bukarester Wasserhaushalt genutzt werden.

Das Gesundheitsministerium sagte zuerst öffentlich, dass ein hoher Chlorgehalt im Trinkwasser weder chronische noch akute gesundheitliche Probleme auslöst, hat später aber trotzdem geraten, das Leitungswasser weder zum Trinken, noch zum Kochen oder für die körperliche Hygiene zu benützen, bis endgültige Ergebnisse der Wasserproben erhalten werden. Daraufhin hat das zuständige Wasserunternehmen Apa Nova versichert, dass ab dem Abend des 30. Januar vermehrte Untersuchungen vorgenommen worden sind und sich die Chlorwerte in normalen Messwerten befinden, die hierzulande zwischen 0,10 und 0,50 Milligramm pro Liter liegen. Das Leitungswasser sei demnach trinkbar und auch anderweitig problemlos nutzbar. Die Bearbeitung des Wassers mit Chlor ist die am häufigsten verwendete und effizienteste Methode zur Desinfektion. Laut Weltgesundheitsorganisation sollten sich die Werte des Desinfektionsmittels zwischen 0,20 und 1 Milligramm pro Liter befinden.

 

Kommentare zu diesem Artikel

Jens, 01.02 2019, 13:54
Woher der Amoniak kommt hat keiner gefragt?

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