Zum dritten Mal: „Baroque Urban“

Marina Abramovic stellt in Temeswar aus

Mittwoch, 01. August 2018

Mehr als 30 Gegenwartskünstlerinnen, darunter die weltbekannte Marina Abramovic, stellen zwischen dem 15. August (Vernissage: 19 Uhr) und dem 15. Oktober im Temeswarer Kunstmuseum aus. „Woman, all too woman“ ist die Ausstellung betitelt, die von Andreea Foanene kuratiert wird und die dritte Auflage des Projektes „Baroque Urban“ darstellt. Es sind vorwiegend rumänische Künstlerinnen, die ausstellen werden, aber auch Künstlerinnen aus anderen Ländern, so Eva Maria Schartmüller (aus Österreich) und Josepha Blanchet (aus Frankreich).

Die serbische Performance-Künstlerin Marina Abramovic ist einer der ganz großen Namen auf der Liste, und hat europaweit, in China und in den USA, ausgestellt, wo sie unter anderem auch das „Marina Abramovic Institute“ ins Leben gerufen hat. Ihre Videoperformance-Installation „Balkan Baroque“, für die sie 1997 den „Goldenen Löwen“ der Biennale in Venedig erhalten hat, wird nun auch in Temeswar zu sehen sein. Mit einem Berg frischer Rinderknochen, die die Künstlerin täglich über mehrere Stunden während der Biennale bürstete und dabei Totenlieder aus ihrer Heimat sang, schockiert die Installation, nimmt auf den Balkankonflikt Bezug und übt harte Kritik aus. Ein weiteres Kunstwerk von Marina Avramovic, „Balkan Erotic Epic“, eine Sondierung des Erotischen in der Folklore des Balkans, soll ebenfalls zu sehen sein.

Es werden mehr als 120 Kunstwerke gezeigt, darunter Gemälde, Plastiken, Fotografien und Installationen. Die Ausstellung wird von Tagungen, Debatten, Performances, sogenannten „Artist Talks“, in denen man die Künstler direkt kennenlernen kann, Theatermomenten, Werkstätten und Tours begleitet. Veranstalter dieser Eventreihe ist der Verein „METASpațiu“ in Zusammenarbeit mit dem Temeswarer Kunstmuseum und mit Unterstützung des Kreisrates Temesch und der Stadtverwaltung Temeswar.

In der ersten Baroque-Urban-Ausstellung wurde auf das barocke Erbe der Stadt zurückgegriffen und vorwiegend Kunstwerke und Elemente von Inneneinrichtungen ausgestellt, die dann mit einer Ausstellung der Werke des Temeswarers Gheorghe Fikl ergänzt wurden. Bei der zweiten Auflage wurden im vergangenen Jahr einige der schwülstigen Werke des Bildhauers Virgiliu Moldovan ausgestellt.

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