Zum Frecker See

Sonntag, 27. August 2017

Der Frecker See

Die Negoiu-Hütte ist aus Stein und Holz gebaut.

Von der Hütte starten gleich mehrere Wanderrouten.
Fotos: der Verfasser

Von der Schutzhütte Bărcaciu führt der mit blauem Punkt markierte Wanderweg zum Frecker See (Lacul Avrig). Zunächst geht es leicht ansteigend durch den Wald bis dann absteigend ein Tal erreicht wird, durch das der Bach Avrigelul fließt. In der Nähe, talabwärts, sieht man eine Sennhütte. Nun steigt msn von der Alm zum See, der bei 2007m Höhe liegt. Bis hierher benötigt man 2 ˝  - 3 Stunden. Am See treffen wir ein Paar aus Dänemark, das da im Zelt übernachtet. Wir folgen dem mit roten Band markiertem Kammweg der auch am Frecker See vorbeiführt und beim Gârbova-Sattel wieder den Hauptkamm erreicht. Da gibt es eine schöne Aussicht in alle Himmelsrichtungen wobei, vor allem der Negoi-Gipfel im Osten die Blicke anzieht. Eine neue Markierung (rotes Kreuz) führt nach Süden zu einem der beiden Ciortea-Gipfel. Vom Kammweg zweigen wir südwestlich, unterhalb des Scara-Gipfels in den mit rotem Kreuz markierten Pfad ab, der auf den Almwiesen des Bărcaciu-Bergstockes zurück zu unserem Ausgangspunkt führt. Weit unten erkennt man Freck, weitere Dörfer, die Stauseen entlang des Altes. Bevor wieder der Wald erreicht wird, kann man deutlich die Spuren einer Lawine erkennen, die auf einer größeren Fläche Bäume und Gestrüpp entwurzelt und ineinander verknäuelt hat. Der Rückweg vom Frecker See hat rund 2 ˝ Stunden in Anspruch genommen.

Am nächsten Morgen wollen wir zunächst die Negoiu-Hütte erreichen. Der Weg (Markierung: roter Punkt) führt ohne große Höhenunterschiede durch Wald und Wiesen und dauert zwei Stunden. Die Negoiu-Hütte ist das Gegenstück zur Bărcaciu-Hütte. Zwei Stockwerke mit Balkons kennzeichnen die wohl größte Berghütte der Karpaten, die 1963 eröffnet wurde. Für 10 Lei kann man da sogar 10 Minuten duschen, wird bei der Preisliste angegeben. Bereits 1881 hatte der SKV da eine seiner ersten Hütten gebaut. Da das Wetter sich nicht aufhellt und eher mit Regen zu rechnen ist, verzichten wir auf den Aufstieg zum zweithöchsten Gipfel Rumäniens (Negoiu – 2535m) und entscheiden uns für eine ad hoc zusammengestellte Rückweg-Trasse zu Bărcaciu: roter Punkt bis zum Şerbota-Tal, dann Aufstieg (blaues Kreuz) bis nahe zum Şaua-Sattel bei knapp 2000m. Weiter geht es auf einer Verbindungstrasse (gelbes Kreuz) zu dem uns bekannten mit rotem Kreuz markierten Weg. Etwas durchnässt, aber wohlbehalten kommen wir zur Hütte an, wo ein heißer Tee bereits auf uns wartet.

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