Zum Tag der Muttersprache

Ein Wettbewerb wird ausgeschrieben

Freitag, 28. Februar 2014

Bukarest - Seit dem Jahr 1999 macht die UNESCO mit dem internationalen Tag der Muttersprache auf die sprachliche und kulturelle Vielfalt und auf die Mehrsprachigkeit aufmerksam. Die UNESCO hat einen Atlas der bedrohten Sprachen erstellt – derzeit sind darin 2473 Sprachen nach Name, Bedrohungsgrad und Region aufgelistet, darunter auch 231 Sprachen, die seit 1950 ausgestorben sind. Bedenkt man, dass jede Sprache für eine eigene Sicht der Welt steht, so kann man behaupten, dass es sich von diesem Standpunkt aus um einen argen Verlust handelt. 

Das Staatssekretariat für Minderheitenschulwesen im rumänischen Bildungsministerium hat am 21. Februar, zum internationalen Tag der Muttersprache, in Partnerschaft mit dem Departement für interethnische Beziehungen beim Generalsekretariat der Regierung und mit der Vertretung der EU-Kommission in Rumänien, beim Bukarester Sitz des Verbandes der Griechen in Rumänien ein Projekt vorgestellt, das unter dem Motto „Meine multikulturelle Reise“, Schüler der Grundschule und der gymnasialen Stufe (Klassen 5-8) zu kreativem Umgang mit der Muttersprache animieren soll.

Schulinspektorate, Schulen, Vertretungen der Minderheiten werden angehalten mitzuwirken, um den Sprachenreichtum in Rumänien zu würdigen. Der Wettbewerb wird sich vom 1. März bis zum 31. Mai abspielen. Es wird beabsichtigt, die besten Schülerergebnisse zu prämieren, vorzustellen und zu veröffentlichen. Zu Ehren des Europatages wird die Preisverteilung in Bukarest stattfinden. Der Kreativität von Schülern werden keine Grenzen gesetzt. Zeichnungen, Poster, eine szenische Darstellung zum Thema „Lerne mich kennen!“ und/oder „Kleine Forscher“ sollen für die Vorstellung mit einer Botschaft von cirka sieben Minuten auf den Punkt gebracht werden.

Das einleitende Grußwort sprach als Gastgeber der Abgeordnete der griechischen Minderheit in Rumänien, weitere Wortmeldungen zum Anlass sprachen die Vertreter der drei Institutionen und die Initiatoren des Projektes. Vertreter der Botschaften der Länder, in denen die Sprachen der Minderheiten Landessprachen sind, Schulleiter der Bukarester Minderheitenschulen, sowie die Vertreter der Minderheitenverbände in der Kommission des Minderheitenrates für Unterricht und Jugend waren bei der Veranstaltung dabei.

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