Zurück zur Tradition

Warjasch feierte zum zweiten Mal Kerweih seit der Wende

Mittwoch, 17. September 2014

Sie hat eine Tradition wiederbelebt: Die Ortsbibliothekarin Monica Lazea marschiert mit dem Kirchweihstrauß durch Warjasch. Hinter ihr die Trachtenpaare.
Foto: Zoltán Pázmány

Es hat 27 Jahre gedauert bis in der Großgemeinde Warjasch/Varia{ wieder junge Trachtenpaare marschierten. Die Ortsbibliothekarin Monica Lazea hatte 2013 das traditionelle Kirchweihfest wiederbelebt. Sie wurde vom Demokratischen Forum der Banater Jugend sowie dem Kreisrat Temesch und der Warjascher Gemeindeverwaltung unterstützt. Für das Fest wurde ein neuer Trachtenverein gegründet. Die „Warjascher Spatzen“ wird von Hans Müller geleitet – er ist in die alte Heimat zurückgekehrt und setzt seine langjährigen Erfahrungen als Tanzleiter für die Gemeinde ein. In München war Müller für die Tanzgruppen der Landsmannschaft Banater Schwaben verantwortlich.

Auch die Volkstanzgruppe „Banater Rosmarein“ beteiligte sich an der zweiten Kirchweih in Warjasch. Sie halfen auch bei der Gründung der „Warjascher Spatzen“ mit.

Aus Deutschland waren wenige Deutsche angereist. Nur eine Handvoll nahm an dem traditionellen Fest teil. Darunter ein Paar, das vor der Wende nach Deutschland auswanderte und über 20 Jahre lang nicht mehr in der alten Heimat war. Erst mit dem Kirchweihfest 2013 kehrten auch sie zurück.

Das Fest verlief traditionell mit einer Ausnahme: Es fand nicht am Sonntag sondern am Samstag statt. Am Kulturheim wurde der Kirchweihbaum aufgestellt, dann marschierten die Trachtenpaare Richtung katholische Kirche, wo die Kirchweihmesse stattfand. Am Abend wurde ebenfalls im Kulturheim der Kirchweihball organisiert.

Warjasch war eines der blühendsten deutschen Großgemeinden des Banats. Aufgrund des fruchtbaren Bodens sagten die Warjascher, dass aus den Feldern „aus gesäten Mantelknöpfen fertige Mäntel emporwachsen.“ 

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