Zusammen geht es einfacher

Projektmanagement-Seminar des Jugendforums in Michelsberg

Donnerstag, 19. Juni 2014

Die Teilnehmer am Seminar des Jugendforums in Michelsberg.
Foto: Winfried Ziegler

Das Thema Projektmanagement und Teambuilding lockte am vergangenen Wochenende 14 überwiegend weibliche Teilnehmer zwischen 15 und 19 Jahren nach Michelsberg/Cisnădioara.

Während des zweitägigen Seminars hatten die Jugendlichen Gelegenheit, ihre Kenntnisse in der Projektarbeit zu vertiefen. Die Veranstaltung begann Freitagabend mit einer Ideenfindungsphase, wobei sich drei Gruppen mit jeweils einem Modellprojekt zusammenfanden. „Während des Brainstorming kamen mir ganz viele Blitzideen und ich fand es toll, wie wir die vielen Ideen zu jeweils einem Thema verbunden haben“, fasste die Schülerin Irina Mihai den Abend zusammen. Am nächsten Tag leitete Dr. Liana Junesch, Dozentin an der Lucian-Blaga-Universität, die Einheit Teambuilding mit erlebnispädagogischen Spielen an. „Die vertrauensbildenenden Spiele stärken das Gruppengefühl und bringen die Individuen dazu, als Gruppe zu denken und zusammenzuarbeiten,“ sagte sie. Dass man sich auf sein Team verlassen können muss, haben die Jugendlichen nicht zuletzt bei der „blinden Schlange“ oder dem „Spinnennetz“ gemerkt. Bei erstgenanntem Spiel sieht nur der letzte in der Reihe und er muss die Blinden vor sich ohne zu sprechen einen Parcours entlangführen. Diese Übung stärkt das Vertrauen und die Zuverlässigkeit. Das Spinnennetz ist die schwerste Übung, da die Gruppe es nur schafft auf die andere Seite zu kommen, wenn sie gemeinsam und strategisch handelt. Die Spieler werden dabei jeweils einzeln hochgehoben und durch ein Seilkonstrukt auf die andere Seite weitergereicht, ohne dass das Netz berührt werden darf.

Nach den Übungen konnten die Teilnehmer u. a. von Winfried Ziegler, Geschäftsführer des Siebenbürgenforums, und Manuel Stübecke, Verantwortlicher für Presse und Öffentlichkeitsarbeit an der Evangelischen Akademie Siebenbürgen, Projektmanagementtheorie erfahren und nachher in ihren Gruppen praktisch umsetzen. „Ich habe viel Neues gelernt, z. B. über Projektleitung, Werbung oder Finanzierung“, sagte die frischgebackene Projektleiterin Maria Gălăţeanu, die am Sonntag das Projekt „Jugendliche kochen für einen guten Zweck“ vorstellte. Dabei sollten Waisenkinder mit Hermannstädter Jugendlichen am Kleinen Ring kochen und das Essen verteilen. Eine weitere Projektidee war das intergenerationelle Theater, das Jung und Alt zusammenbringen und ein Stück zum Thema „Jugend damals und heute“ einstudieren lassen sollte. Die Jugendlichen hatten jeweils zehn Minuten, um das Publikum von ihrem Projekt zu überzeugen, das jeweils in den Kategorien Originalität, Realisierbarkeit und Präsentation von allen bewertet wurde. Das Gewinner-Projekt ist eine Stadtrallye auf Deutsch, die Jugendliche aber auch deutschsprachige Touristen ansprechen soll. Während der ca. dreistündigen Rallye, müssen die Teilnehmer versteckte Hinweise an bedeutsamen Orten in der Stadt finden. So lernen sie die Geschichte, die Kultur und die Bauwerke der Stadt kennen und betätigen sich bei einigen Stationen auch sportlich. Die Idee wird nun zusammen mit dem Jugendforum der Deutschen in Hermannstadt weiter entwickelt. „Ich habe erfahren, wie schwer es ist, große Projekte zu organisieren, aber nun bin ich motiviert die Stadtrallye umzusetzen.“, sagte Projektleiterin Alexandra Jaglea strahlend.
Das Seminar wurde in Zusammenarbeit vom Institut für Auslandsbeziehungen und dem Demokratischen Forum der Deutschen in Hermannstadt organisiert und finanziert. Das Jugendforum veranstaltet in regelmäßigen Abständen Aktionen und Seminare. Aktuelle Informationen diesbezüglich lassen sich auf der Facebookseite Jugendforum Hermannstadt finden.

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