Zwei Mal Hermannstadtpanorama

Ausstellung der Künstlergruppe „Brukenthal von Studio“

Samstag, 26. August 2017

Der Kernpunkt der Ausstellung „Sibiu 2.10“, ein Panoramabild der Stadt, lädt durch die vielen Details zum Nähertreten ein.
Foto: Eveline Cioflec

Hermannstadt – Die Ausstellung „Sibiu 2.10“ des Hermannstädter Künstlervereins „Brukenthal von Studio“ kann seit der Eröffnung am Donnerstag, dem 24. August, im Atrium-Saal des Rathauses Hermannstadt besichtigt werden. Kern der Ausstellung ein gemaltes Panoramabild von Hermannstadt/Sibiu, das sich in Anlehnung an das Bild Franz Neuhäusers der Junge, „Hermannstadt 1808“, die Wiedergabe eines aktuellen Bildes aus dem Alltag der Stadt vornimmt. Neuhäusers Bild, das im Original etwas mehr als drei mal anderthalb Meter groß ist und im Brukenthalmuseum besichtigt werden kann, wird hier zum Vergleich in kleinerer, fotografischer Reproduktion ausgestellt. Der Titel der Ausstellung bezieht sich auf die fast 210 Jahre seit der Entstehung des Bildes Neuhäusers. Des Weiteren umfasst die Ausstellung jeweils ein Bild der sechs Künstler des Vereins, die unterschiedliche Einblicke in die Stadt in fünf Gemälden und einer fotografischen Aufnahme bieten.

Das aus fünf gleichgroßen Teilen zusammengestellte, fünf Meter breite Panoramabild, fasziniert nicht nur durch die Zusammenstellung verschiedener Malstile, sondern auch durch die akribisch dargestellten Details der Gebäude und der umgebenden Berglandschaft. Die fünf Maler des Künstlervereins, Ilie Mitrea, Ioan Muntean, Andrei Popa, Cătălin Precup und Robert Strebeli, haben eine von Adrian Luca, künstlerischer Fotograf und ebenfalls Mitglied des Vereins, vom Hammersdorfer Berg aus aufgenommene Fotografie der Stadt in fünf Abschnitte unterteilt und gelost, welchen Teil jeder von ihnen in Öl auf Leinwand wiedergibt. Die so entstandene Dynamik des Gesamtbildes lässt an Vexierbilder denken: Die gleiche Stadt ist Abschnitt für Abschnitt in verschiedenen Stimmungen und Farbtönen festgehalten, so als zeige sie im gleichen Bild verschiedene Gesichter. Während auf dem Bild Neuhäusers der Zibin das Bild wie ein Band durchzieht, der Oberstadt einen Rahmen gibt, wird die Stadt hier, im Zeichen der Gegenwart, von der Umgehungsautobahn als graues Band ohne Fahrzeuge abgegrenzt. Das Projekt der sechs jungen Künstler, entstand zu Beginn dieses Jahres, so die Kuratorin und Gründungsmitglied des Künstlervereins, Historikerin und Museologin, Laura Coltofean. Unterstützt wurden die Arbeiten vom Hermannstädter Lokalrat und dem Rathaus Hermannstadt sowie vom Brukenthalmuseum, das ein Atelier zur Verfügung stellte. Das Panoramabild schenken die Künstler der Hermannstädter Gemeinschaft, zum 2016 gefeierten 825-sten Jahr seit der ersten urkundlichen Erwähnung der Stadt sowie zum in diesem Jahr gefeierten 200-jährigen Jubiläum seit der Eröffnung des Brukenthalmuseums für das breite Publikum. Die Ausstellung kann noch bis zum 8. September besichtigt werden. Der Eintritt ist frei.

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