Banater Gedenktage 2017

Der Literaturwissenschaftler Walter Engel wurde 75

Mittwoch, 15. November 2017

„Wir wollen eigentlich Brücke sein als Banater Schwaben in Deutschland  zu unserer Heimat Banat“. Das sind die Worte des bekannten Banater Germanisten, Literaturwissenschaftlers und Publizisten Walter Engel beim Bundes -Heimattreffen 2004 in Ulm. Es hat sich erwiesen, dass der gebürtige Banater, wie wenige unserer Landsleute, dieses schöne Ziel der Brückenfunktion, des Vermittlers und Förderers zwischen West und Ost, Deutschland und Rumänien, auch wirkungsvoll und nachhaltig durch sein Lebenswerk erreichen konnte. Walter Engel, geboren am 13. November 1942 in Deutschsanktmichael, besuchte das deutsche Lyzeum in Hatzfeld und ein Germanistikstudium in Temeswar (1960-65). Darauf war er als Deutschlehrer in Heltau und als Kulturredakteur der Zeitung „Die Woche“ in Hermannstadt tätig. 1972-1980 wirkte er bis zu seiner Aussiedlung nach Deutschland als Dozent an der Uni Temeswar. In Deutschland promovierte er zum Dr. phil. 1981 in Heidelberg über „Deutsche Literatur im Banat 1840-1939“. Nach einer Tätigkeit als Bibliothekar an der Uni in Frankfurt a.M. wirkte er 1988-2006 als Direktor der Stiftung „Haus des Deutschen Ostens“, seit 1992 Gerhart-Hauptmann-Haus, Deutsch-Osteuropäisches Forum. 1991-1995 lehrte er an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, 1993-1999 war er Präsident des Kulturverbandes der Banater Deutschen. Mit der Gründung der Vierteljahresschrift "West-Ost-Journal" (Düsseldorf, 1995),  als

Initiator und Leiter des Düsseldorfer „Literaturforums Ost-West“ 1989-2006, mit seinem umfangreichen literaturwissenschaftlichem Werk erwies er sich als einer der bedeutendsten Kenner und Begleiter des rumäniendeutschen Kulturgeschehens sowie als Vermittler der Literaturbeziehungen zwischen Ost und West. Hervorzuheben unter seinen zahlreichen Werken „Blickpunkt Banat“, München 2013, ein Standardwerk unserer Literaturwissenschaft  mit komplexen Beiträgen zur rumäniendeutschen Literatur und Kultur über vier Jahrzehnte (1968-2012).

Zu den hohen Auszeichnungen dieses wichtigen und weiterhin aktiven Vertreters der rumäniendeutschen Kultur, dessen Lebenswerk sich zugleich durch Weltoffenheit  und Heimatverbundenheit auszeichnet, zählen u.a. die Bundesverdienstmedaille 2005, der Donauschwäbische Kulturpreis des Landes Baden-Württemberg, Ehrengabe 2007 und das Ehrendiplom des Rumänischen Schriftstellerverbandes, Filiale Temeswar, 2007.

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