Kontrovers

Facebook: Ein Medium auch für Querköpfe

Mittwoch, 11. Juli 2018

Der DFDR-Abgeordnete Ovidiu Ganț hat vergangene Woche auf seiner Facebook-Seite bekannt gemacht, dass er NICHT für die Abänderung des Strafgesetzes gestimmt hat. Vorwiegend wurde seine Haltung positiv bewertet. Nichts gegen andere Meinungen, doch wenn sich angeborene Nörgler einfinden, die statt diesen Aspekt zu kommentieren, jenseits jedwelcher Logik Beiträge von Justitiarul.ro bringen, die tendenziös gegen das Deutsche Forum, gegen die deutsche Minderheit und gegen Klaus Johannis gerichtet sind, ist Meinungsfreiheit wohl am Limit angelangt. Mit langen Ausschweifungen versucht Justitiarul.ro den Leser zu gewinnen; mit realitätsgetreu hat das alles längst nichts zu tun. Beiträge von vor mehr als einem Jahrzehnt wurden frisch aufgewärmt, Boshaftigkeit und realitätsfremde Haltung dürfen als Bewertung für diese Beiträge stehen, die leider bei dem ein oder anderen ankommen. Das Facebook ist also zum einen ein Medium für alle, wo jeder sein (Un)wissen kundtun kann. Bildung und Information bringt es jedoch nur jenen, die wirklich Informationen „filtern“ können, die verstehen worum es geht und die Nachrichten nicht antisozial, oder nationalistisch und rassistisch auslegen.

Zwei Tage später postete Ganț die Daten der Rumänischen Regierung, was die Rückerstattung an Immobilien an das Deutsche Forum betrifft. Auch hier „verirrten“ sich manche Leser in Hinweisen zur rumänischen Politik, statt den Link zu kommentieren oder zu beurteilen. Auf welch wackligen Beinen unser Verständnis für Politik steht, zeigte einer, der immer wieder erwähnte, wie sinnvoll es doch gewesen sei, dass ein Mitglied der mitregierenden ALDE-Partei auf einem privaten Fernsehsender die kommenden Änderungen an der Spitze der Liberalen (PNL) weissagte. Nicht zuletzt ist so etwas unprofessionelles journalistisches Verhalten. In etwa so, als würde die Vereinsführung von Borussia Dortmund dazu befragt, wen der FC Bayern als Trainer einstellen sollte. Wie sollen Zuschauer was verstehen, wenn sich Journalisten solche Fehltritte erlauben? Oder war es Manipulation? Oder beides?

 

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