Mitgliederversammlung mit Wahlen beim DRW Arad

Nach sechs Jahren: Wirtschaftsverein bekommt einen neuen Vorsitzenden

Mittwoch, 08. März 2017

Der scheidende Vorstand des DRW Arad – die Sitzung leitet Vorsitzender Manfred Engelmann

Vollversammlung des DRW Arad – 27 stimmberechtigte Mitglieder waren bei der Sitzung anwesend oder vertreten.

Der neu gewählte Vorstand des DRW Arad (v.l.n.r.): Jürgen Schunn, Marius Porcolean, Waldemar Steimer, Bernd Böse, Lolita Mallinger und Christian Faur.
Fotos: Der Verfasser

Der deutsch-rumänische Wirtschaftsverein DRW Arad berief die jährliche Vollversammlung seiner Mitglieder am 21. Februar ein. Das Treffen fand im Jelen-Haus statt und auf der Tagesordnung waren unter anderem Vorstandswahlen und Satzungsänderungen festgehalten.

 

Rund 30 Geschäftsleute aus Arad und Umgebung kamen zur diesjährigen Mitgliederversammlung des deutsch-rumänischen Wirtschaftsvereins DRW Arad zusammen. Die Sitzung leitete der Vereinsvorsitzende Manfred Engelmann. Nach der Überprüfung der Mitgliedsbeiträge und der Annahme der Mitglieder, die diesbezügliche Anträge seit der letzten Vollversammlung eingereicht hatten, wurde festgelegt, dass die Mitgliederversammlung satzungsgemäß beschlussfähig ist und dass 27 stimmberechtigte Mitglieder an der Sitzung anwesend oder vertreten sind. Die Mitgliederversammlung beschloss auf Antrag des Vizevorsitzenden Bernd Böse, dass über die Annahme neuer Mitglieder der Vorstand nach einem schriftlichen Antrag und einer Vorstellung der Kandidaten bestimmen darf.

Es folgten die Berichte des Vorstandes und der verschiedenen Ausschüsse. Dabei wurden die Highlights des Wirtschaftsklubs, sowie die wichtigsten Vereinsprojekte angesprochen, aber auch die Ein- und Ausgaben sowie der Kontostand bekannt gemacht. Die Mitgliederversammlung entlastete den scheidenden Vorstand vom Haushalt der letzten beiden Jahre und es kam zu Neuwahlen.

Der alte Vorsitzende, Manfred Engelmann, gab bekannt, dass er nach drei beendeten Mandaten nicht mehr für ein weiteres Mandat kandidieren will. Für das Amt des neuen Vorsitzenden wurde der bisherige Marketingbeauftragte des Vorstandes, Waldemar Steimer, vorgeschlagen. Gewählt wurde der Geschäftsmann und Versicherungsbroker mit 21 Dafür-Stimmen, einer Gegenstimme und 5 Enthaltungen. Für die beiden stellvertretenden Vorsitzenden wurden die bisherigen Vorstandsmitglieder Bernd Böse, Emil Vancu und Jürgen Schunn vorgeschlagen, gewählt wurden für diese Ämter Astra-Rail-Manager Bernd Böse und Arbeitsarzt Emil Vancu, wobei Auto-Schunn-Inhaber Jürgen Schunn zum Beisitzer im neuen Vorstand gewählt wurde. Schatzmeisterin Lolita Mallinger und Schriftführer Christian Faur wurden in ihren Ämtern bestätigt, wobei für das Amt des Marketingbeauftragten Marius Porcolean vorgeschlagen und gewählt wurde. Neuer Rechnungsprüfer ist Dragoş Tocaian. Der scheidende Vorsitzende Manfred Engelmann wünschte dem neuen Vorstand viel Erfolg und bedankte sich bei den Mitgliedern für die gute Zusammenarbeit. Die verstrichenen sechs Jahre an der Spitze des Vereins beschrieb er als „ehrlich gesagt, anstrengend, aber ich glaube auch erfolgreich. Das sieht man an dem Mitgliederzuwachs, am Kontostand sowie an der öffentlichen Beteiligung des Vereins und insofern glaube ich schon, einen wesentlichen Beitrag dazu geleitet zu haben, den DRW Arad am Leben zu erhalten und zu konsolidieren, weil es ja um einen neuen Aufbau ging. Von daher kann ich nur stolz darauf sein und wünsche meinen Nachfolgern den gleichen Erfolg.“  Der neu gewählte Vorsitzende, Waldemar Steimer, bedankte sich bei den Mitgliedern für das Vertrauen. Manfred Engelmann zeigte sich zufrieden mit dem Ausgang der Wahlen und bot dem neuen Team seine Unterstützung an. „Jetzt sollen Jüngere den Karren ziehen und wenn es sein muss, dann schiebe ich ihn von hinten mit an. Wenn ich gefragt werde, werde ich eine Antwort geben. Fakt ist, dass ich mich in Deutschland nach wie vor über eine hohe Anerkennung freue und ein gehöriges Netz an Kompetenzen habe und wenn es gewünscht ist, mache ich weiter mit. Es ist ja Ehrenamt, es ist kein Beruf, und daher muss man auch sehen, was für Ideen die neue Leitung hat und dann schauen wir, wie es weiter geht“, schlussfolgerte Manfred Engelmann.

Das neue Team hat schon erste Vorstellungen in diesem Bereich. Der Vorstand trifft sich am 14. März zu einer ersten Besprechung und auf der Tagesordnung stehen bereits 14 Punkte. „Im Grundsatz nehme ich mir vor, die Projekte weiterzuführen, die wir sehr erfolgreich in den letzten Jahren aufgebaut haben, und um nur eines zu nennen, wäre das die duale Berufsausbildung. Wir werden des Weiteren ein Krankenhaussponsoringprojekt in den nächsten Monaten starten und wir werden verschiedene Arbeitskreise gründen, in denen wir diverse Probleme und Anliegen unserer Mitglieder besprechen und Lösungen dafür suchen. Im Prinzip will ich dann auch dazu beitragen, dass die verschiedenen deutschsprachigen Wirtschaftsklubs näher zusammenkommen und hier gehört es, den Dialog mit den anderen Klubs in Rumänien und auch grenzüberschreitend mit Ungarn und Russland zu schaffen“, sagte Waldemar Steimer zu den Vorhaben.

„Wir haben uns vorgenommen, mehr für unsere Mitglieder zu tun, mehr Information zu geben oder mit verschiedenen Firmen Verträge abzuschließen, so dass unsere Mitglieder Vorteile aus der Größe des Vereins gewinnen“, fügte DRW-Vizevorsitzender und Astra-Rail-Manager Bernd Böse hinzu.

„Meine Aufgabe im Vorstand war auch bisher die duale Berufsausbildung, und das streben wir weiter an, gerade auch deswegen, weil die Direktorin der Partnerschule nun eine andere ist, dass wir die Neue unterstützen, dass wir sie genau unterrichten, wie wir es handhaben wollen und wie es weiter gehen kann. Die duale Berufsausbildung ist eine Priorität für mich. Die Klassen sind für das kommende Schuljahr bereits genehmigt und wir müssen nun die schwierige Aufgabe bewältigen, Schüler dafür zu finden. Es geht also wieder los, wir gehen in die Schulen, zu den Eltern, auf Messen, um auch potenzielle Schüler davon zu überzeugen, dass die handwerklichen Berufe, in denen wir sie ausbilden, eine Zukunft in Rumänien haben. Aber ich denke, wir schaffen es auch diesmal, wie in den letzten beiden Jahren“, schloss Bernd Böse.

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