Aus Protest: Palästina zieht Botschafter aus Rumänien ab

Kokaly: „Werde keinen Bruch empfehlen“

Freitag, 18. Mai 2018

Bild: pixabay.com

Bukarest (ADZ) - Nach den wiederholten Ankündigungen von PSD-Chef Liviu Dragnea und Regierungschefin Vasilica Viorica Dăncilă, einen Umzug der rumänischen Botschaft in Israel nach Jerusalem zu prüfen, sowie der jüngst erfolgten Teilnahme des Geschäftsbeauftragten der rumänischen Botschaft, Ovidiu Ierulescu, an einem Empfang aus Anlass des umstrittenen US-Botschaftsumzugs nach Jerusalem hat die Palästinenserführung am Mittwoch ihren Botschafter in Bukarest, Fuad Kokaly, abgezogen.

Mit der Teilnahme des rumänischen Geschäftsbeauftragten an dem Empfang habe Rumänien nicht nur gegen EU-Vorgaben, sondern auch „gegen Völkerrecht und UN-Resolutionen“ verstoßen, Botschafter Kokaly werde Bukarest daher noch am gleichen Tag für unbestimmte Zeit verlassen, teilte die palästinensische Vertretung in Rumänien in einer Erklärung mit.

Von den Medien mit Fragen bestürmt, entgegnete Regierungssprecher Nelu Barbu, dass er dazu „keine Statements zu bieten“ habe.
Dem Sender Radio France International sagte Botschafter Kokaly vor seiner Abreise, der Palästinenserführung „keinen Bruch mit Rumänien“ bzw. keinen Abbruch der diplomatischen Beziehungen zu empfehlen.

Kommentare zu diesem Artikel

Francois, 18.05 2018, 10:37
Man fragt sich, was Dragnea bewogen hat, der US-Linie zu folgen. Hat er Geld bekommen oder wollte er sich bei Trump einschmeicheln?

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