Polizistenmord als Anlass für Umdenken im System

Premier Mihai Tudose: Patrouillen aus vier Personen

Dienstag, 25. Juli 2017

Bukarest (Mediafax/ADZ) – Der Mord an dem Eisenbahnpolitzisten Sorin Vezeteu (36) auf dem Bahnhof Burdujeni bei Suceava, der Donnerstagnacht von einem 24-Jährigen mit 40 Messerstichen umgebracht wurde, scheint den Anlass für ein Umdenken in der Polizeiarbeit zu bieten. Der Täter, der in Spanien vorbestraft war, erklärte nach seiner Festnahme, dass er die Polizisten und Uniformen hasse und deshalb aus dem Zug gestiegen sei und zugestochen habe. Das war in diesem Jahr schon der zweite Polizistenmord, nachdem der Polizeichef in Vişeu de Jos (Kreis Maramureş) in seinem Büro erschossen worden ist.

Sowohl Premier Mihai Tudose als auch Innenministerin Carmen Dan – die Sonntag auch beim Begräbnis des ermordeten Polizisten dabei waren – beschäftigen sich jetzt mit der Angelegenheit. Bei beiden hat gestern die Gewerkschaft der Polizei (SBPPC) vorgesprochen. Schon im Vorfeld hat Gewerkschaftschef Dumitru Coamă darauf verwiesen, dass es in der Polizei einen Personalmangel von 20.000 Personen gibt, der behoben werden muss. Für verstärkte Patrouillen spricht sich Premier Mihai Tudose aus: Ein Polizist soll nicht mehr allein auf Streife gehen, es müssen wenigstens zwei Polizisten sein, verstärkt durch zwei Gendarmen. Im Gesetz seien neue Regelungen zum Gebrauch der Schusswaffe nötig.

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