„Was wir uns wünschen, ist ein starkes Europa“

Staatschef beim Frühlingsgipfel der EU

Samstag, 11. März 2017

Bukarest (ADZ) - Staatschef Klaus Johannis hat am Donnerstag vor seiner Abreise zum Frühlingsgipfel der EU aufgezeigt, dass sich Rumänien hinsichtlich der Zukunft der Gemeinschaft ein „starkes, einheitliches und solidarisches Europa wünscht“. Rumänien spreche sich gegen ein Europa „mehrerer Geschwindigkeiten“ aus; die Tatsache, dass sich zurzeit nicht alle Mitgliedstaaten „mit der gleichen Geschwindigkeit bewegen“, sei eine „vordergründige“ Feststellung, wobei zwischen „Erkenntnissen“ und „Zielsetzungen“ durchaus differenziert werden sollte, so das Staatsoberhaupt.

In Brüssel berieten die 27 Staats- und Regierungschefs der EU-Mitgliedstaaten am Donnerstag zunächst zu den Kernthemen Wirtschaftspolitik, Verteidigung und Flüchtlingskrise und bestätigten außerdem EU-Ratspräsident Donald Tusk gegen den Widerstand seines Heimatlands Polen für eine zweite Amtszeit. Am Freitag standen bei dem informellen Gipfel sodann Beratungen zur künftigen Ausrichtung der EU nach dem Brexit auf dem Programm. Premier Sorin Grindeanu hob seinerseits nach einer Teilnahme an dem im Vorfeld des EU-Gipfels stattgefundenen Treffens sozialistischer Regierungschefs hervor, den Standpunkt von Präsident Johannis zur Zukunft Europas zu teilen. Grindeanu sprach sich zudem gegen den von Ex-Premier Victor Ponta jüngst empfohlenen Schulterschluss mit den Visegrad-Staaten aus.

Kommentare zu diesem Artikel

Beobachter, 12.03 2017, 19:54
@Leon - wer sind die "Britten"?
Beobachter, 12.03 2017, 19:53
@Leon - wer sind bitte die "Britten"?
Leon, 12.03 2017, 18:20
Was ist "Europäer", Klaus? Europa reicht bis zu den Uralen. Wir hier in Rumänien sind in der geographischen Mitte Europas, und nicht Osteuropa, wie fälschlich bezeichnet. Politisch gesehen, meinst du viellecht? Die Rumänen sind auch nicht weniger Europäer als die Deutschen, Oder vielleicht sind die Britten mehr "Europäer" als die anderen Völker? Mit solch einer Einstellung ist es nicht zu wundern, dass das "gute" und alte Europa zusammenbrechen wird. Und das dank der "richtigen" Europäer.
Klaus, 11.03 2017, 12:49
Die idee von verschiedenen geschwindikeiten ist vom prinzip her nicht schlecht.Aber was würde das für Rumänien bedeuten? Die bürger dieses landes sind wie ich es erlebe weit davon entfernt >Europäer< zu sein. Das ist etwas was als erstes wachsen müßte.- Diese ausbildung hat in der schule zu erfolgen, nur ist die frage wer das denn machen soll. Die lehrer der jetzt zeit sind meiner meinung nach davon weit entfernt den kindern zu erklären was es bedeutet >europäer> zu sein. Über allem liegt immer noch die hymne rumäniens mit ihren vielen strophen die absolut nicht mehr in ein Europa passen. - Wenn sich die beiden obersten politiker gegen einen beitritt zu den Visegrad staaten aussprechen so ist das ein immenser gewinn für dieses land.- Rumänien wäre da nur ein zählmitglied aber etwas zu sagen oder bewegen? Nichts gegen das was Kaczinsky und Orban wollen.Das sind nationalisten die nur geld aus Brüssel wollen.
Michael, 11.03 2017, 11:58
Rumänien ist ein schönes und sehenswertes Land, das immer ein Besuch wert ist. Das schwarze Meer, die Karpaten, liebenswerte Menschen und eine historische Kultur machen dieses Land besuchenswert. Leider leidet das Wachstum seit Ende kommunistischen Herschaft unter der weitverbreiteten Korruption der politischen Administrationen. Praktisch von den unteren Verwaltungen, den kommunalen Gemeindverwaltungen, bis hoch zur höchsten politischen Staatsverwaltung wird immer noch von Korruption und Amtsmissbrauch beherscht, deren Verfolgung von der derzeitigen PSD/ALDE Regierung sogar noch torpetiert wird. Solange diese Handlungsweisen dieser Regierung in dieser Art und Weise fortgeführt werden, wird es Rumänien in der EU sehr schwer haben die umfassenden Vorteile einer EU-Zugehörigkeit voll in Anspruch nehmen zu können. Es genügt für einen EU-Mitgliedsstaat nicht nur zu nehmen sondern auch zu geben. Die vergangenen und laufenden Demonstrationen müssten dieser Regierung doch zu denken geben und entsprechendes Handeln nach sich ziehen.

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