Burzenländer sächsische Ortschaften online

Nachbarschaften-Webseiten im Überblick

Freitag, 09. Dezember 2011

Sächsische Bäuerin aus Honigberg, fotografiert im Jahre 1917 in der Hermannstädter „Kunstanstalt Jos. Drotleff“ (Sammlung Anton Madlo).
Foto : www.burzenland.de

Zum Abschluss des Jubiläumsjahres haben wir uns vorgenommen, die Burzenländer Heimatortsgemeinschaften (HOG oder „Nachbarschaften“) im Internet zu besuchen. Vorab sei bemerkt: Nicht alle Einzelheiten der Online-Auftritte sind hochmodern gestaltet oder auf den aktuellsten Stand gebracht, aber das scheint auch nicht das höchste Ziel der Betreiber zu sein. Viel mehr sind Heimatdorf und Gemeinschaft im Zentrum der Aufmerksamkeit – dazu findet man auf alle Fälle Interessantes zu lesen.

HOG-Regionalgruppe Burzenland im Web

Die HOG „pflegen in Deutschland Traditionen und Kulturwerte der Siebenbürger Sachsen, erforschen die Ortsgeschichte ihrer früheren Gemeinden und engagieren sich vielseitig in der Siebenbürgenhilfe“, heißt es auf www.burzenland.de, der Homepage der HOG-Regionalgruppe Burzenland. Wer sich über die einzelnen Ortschaften der Region auf einen Blick informieren will, sollte sich die durchaus lesenswerten Ortsbeschreibungen anschauen: Brenndorf, Heldsdorf, Honigberg, Kronstadt, Marienburg, Neustadt, Nussbach, Petersberg, Rosenau, Rothbach, Schirkanyen, Tartlau, Weidenbach und Wolkendorf sind präsent, Bartholomae soll bald hinzu kommen. Im Bereich „Bilder“ gibt es nicht nur Landschaftsfotos und aktuelle Schnappschüsse aus dem Burzenland (z. B. vom Sachsentreffen 2011 in Kronstadt), sondern auch Bildergalerien der Burzenländer (so vom Heimattag in Dinkelsbühl) und – sehenswert! – alte Postkarten aus den Heimatgemeinden. Wenn man den Knopf „Links“ anklickt, findet man die Liste aller HOG-Webseiten aus dem Burzenland sowie Links mit Siebenbürgen-Bezug. Unter „Kontakte“ erfährt man, wer die Ansprechpersonen der HOG sind. Hinzu kommen noch ein Shop-Portal mit Büchern, CDs, DVDs und Burzenländer Kalender sowie eine angenehme Überraschung: Infos zur „Karpatenrunschau“ und zu Möglichkeiten, diese im Ausland zu abonnieren.

HOG Brenndorf

www.brenndorf.de begrüßt die Besucher mit der jüngsten Ausgabe der „Briefe aus Brenndorf“ (Folge 71 von Pfingsten 2011) zum Herunterladen. Die Infos zur Geschichte des Dorfes fassen die „Klassiker“ des Burzenlands wie feindliche Einfälle, Plünderungen und Brände, sowie den wiederholten Aufbau und den Wohlstand trotz aller Schwierigkeiten zusammen. Unter den Bildergalerien ist diejenige vom Heimattag 2011 in Dinkelsbühl hervorgehoben, auch weil „der große Musiker mit Brenndorfer Wurzeln Peter Maffay“ die Gäste der Veranstaltung mit seiner Präsenz begeisterte. Das Brenndorfer Wappen (sowie die meisten Fotos) kann man ausdrucken oder herunterladen, die hohe Auflösung erlaubt es problemlos.

Einige Klicks weiter erfährt man Details über die Brenndorfer aus Deutschland, beispielsweise, dass bereits 1976 die erste Folge der Heimatbriefe erschien, damals in einer Auflage von 150 Stück – „Inzwischen ist die Reihe auf 51 Folgen angewachsen, mit einer Auflage von 730“, heißt es nicht ohne Stolz. „Nachbarschaftstage“ fanden erstmals 1982 statt, mit der Zeit wurden die Feiern zur Tradition. Ein Angebot für Heimat-Nostalgiker: sogar das Glockenläuten aus Brenndorf kann man sich im Internet anhören!

HOG Heldsdorf

Auch die Heldsdorfer (www.heldsdorf.de) schenken dem Besucher den Glockenklang aus der Heimat und den aktuellen Heimatbrief „Wir Heldsdörfer“ zum Download. Gleich unter dem Link erfährt man auch, dass man der „ Besucher Nummer 41.332 seit Dezember 2001“ ist. Beachtlich! Die Bildergalerie stellt einen „Heldsdorf Rundgang mit Streetview“ zur Verfügung. Sehr informativ ist die „Chronik Heldsdorfs“.

HOG Honigberg

„Hoenschbrich“, wie das Dorf auf Sächsisch heißt, eröffnet den Online-Auftritt www.honigberg.net  mit einem Zitat aus Theodor Fontane: „Erst die Fremde lehrt uns, was wir an der Heimat besitzen.“ Die Webseite weist auf das Heimatbuch „Honigberg. Eine siebenbürgische Gemeinde im Burzenland“ von Michael Konnerth hin, welches 2011 in Gundelsheim veröffentlicht wurde und für 78 Euro bestellt werden kann. Informationen zur Lage und zur Geschichte der Gemeinde, zur 1982 gegründeten HOG, zur evangelischen Kirche und zum Wappen Honigbergs sowie zahlreiche Fotos von verschiedenen Veranstaltungen ergänzen den Überblick.

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