In Verbundenheit gefeiert

Gemeindefest zu Pfingsten

Freitag, 14. Juni 2019

Zahlreiche Gemeindeglieder nahmen am Gemeindefest zu Pfingsten teil.

Dr. Agnes Ziegler spricht über die Ausstellung zum Stadtbrand. Fotos: Christian Simon

Total unerwartet, aber sehr erfreulich, fand das Gemeindefest der Honterusgemeinde, trotz der Wettervorhersage, die wieder Regen angab, bei wunderschönem Wetter statt. Im Garten des Blumenauer Altenheims versammelten sich am vergangenen Sonntag, dem 9. Juni, schon vor 10 Uhr viele Gemeindeglieder, groß und klein, um gemeinsam Pfingsten und das Fest der Gemeinde zu zelebrieren. Wie in den Vorjahren fand die Predigt im Freien statt. So konnten auch die Bewohner des Altenheims von der Terasse aus daran teilnehmen, für kleine Kinder war eine Spielecke vorbereitet, wo sie altersgemäße Tätigkeiten verrichten konnten.

Der von Gabriela Schlandt geleitete Kinderchor, der bei allen Festen der Gemeinde, sowie bei Konzerten in der Schwarzen Kirche und nicht nur auftritt und schon auf Tournee fährt, hat die musikalische Begleitung der Predigt geboten.

Warum sind wir heute hier?

Diese Frage stellte Pfarrerin Adriana Florea zu Beginn der Predigt. Warum haben sich so viele Gemeindeglieder zum Fest versammelt, gäbe es doch auch andere Möglichkeiten, den Tag bei so schönem Wetter anderswo zu verbringen.  Wahrscheinlich hatte jeder seine eigenen Gründe am Gemeindefest teilzunehmen, doch fest steht, dass dieses Ereignis Jahr für Jahr mit großer Freude erwartet wird. Zusammen zu kommen und zu feiern stärkt das Gefühl der Zugehörigkeit, der Verbundenheit. Das wurde auch physisch sichtbar, durch die Menschenkette, die die Gemeindeglieder gebildet haben, indem sie einander die Hände reichten - zum „Zeichen des Friedens“ und des Verständnisses füreinader.

Die Kinder, die den Evangelischen Kindergarten besuchen und ab dem Herbst in die Schule gehen werden, erhielten den Segen der Pfarrerin Adriana Florea und ein kleines Andenken.

„330 Jahre Stadtbrand“

Nach den Ansagen bot die Kunsthistorikerin Dr. Agnes Ziegler den zahlreichen Interessierten eine Führung durch die Dokumentarausstellung „330 Jahre Stadtbrand“, deren Kuratorin sie ist. Anhand von Plakaten ist der katastrophale Stadtbrand vom 21. April 1689, der in Kronstadt entflammte präsentiert. Historische Daten, Augenzeugenberichte, wie auch Karten gehen auf die bedeutendsten Aspekte um das Ereignis ein, wie dessen Ursachen, Verlauf und Folgen und tragen zu einem detailreichen Gesamtblick des größten Brandes der Stadt bei. Die Ausstellung ist ab heute in der Schwarzen Kirche zu sehen.

Nach dem Mittagessen ließen sich die Anwesenden durch die von Gemeindegliedern mitgebrachten selbstgebackenen Kuchen verwöhnen, genossen Gespräche miteinander und nettes Beisammensein. Die Dutzende Kinder, die in größerer Anzahl als in den Vorjahren anwesend waren, hatten reichlich Auswahl an Beschäftigungen, wie Malen, Kleben, Basteln, hatten auch Rutschbahnen, Trampolin oder Spieltunnels zur Verfügung. Siegel mit Wachs kleben, im Hof laufen, aber auch der Bau einer großen Kirche aus alten Kartonschachteln haben sich als beliebteste Aktionen erwiesen. Die größeren Kinder haben sich auf Stationenspiele gefreut.

Buntes Programm

Die „Kronstädter Stadtmusikanten“ und später Elena und Paul Cristian haben die Anwesenden beim bunten Programm mit heiterer Musik erfreut, zum Singen und zum Tanzen animiert. Besonders gespannt waren die kleinen Gemeindeglieder auf Pfarrer Christian Reichs Zaubertricks. Mit großen Augen blickten sie auf dessen Hände, dessen Zauberstab, den Zylinder und wunderten sich, wie er Sachen erscheinen und verschwinden lässt. Das Ereignis wurde fortgesetzt und beendet mit Tanz im Walzerschritt.

Im Rahmen des Festes wurde Dr. Rainer Stahl, emeritierter Generalsekretär der Martin Luther Gesellschaft aus Deutschland, der einen Monat in der Honterusgemeinde Dienst getan hat, von Stadtpfarrer Christian Plajer und von dem Bereichsleiter der Schwarzen Kirche Frank-Thomas Ziegler verabschiedet.  Als greifbare Erinnerung an das Gemeindefest 2019 bleibt den Gemeindegliedern, unter anderem, eine große Friedenstaube aus Karton, auf die jeder seinen Fingerabdruck mit bunter Farbe hinterlassen konnte.

 

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