Kunst und Geschichte

Eine nicht unbedingt thematisch kennzeichnende Ausstellung

Samstag, 20. Dezember 2014

Die Ausstellung im Kunstmuseum wurde in der Vorweihnachtszeit eröffnet und bleibt zwei Monate geöffnet.

Museumsdirektor Bartha Arpad nahm die Gelegenheit wahr, um Fachgespräche mit seinen Kunstkollegen zu führen.

Das Porträt von König Ferdinand, ein Gemälde der Malerin Coca Romano, zählt zu den Anziehungspunkten der Schau.
Fotos: Dieter Drotleff

Unter dem Sammelbegriff „Kunst und Geschichte in der Sammlung des Kronstädter Kunstmuseums“ wurde von diesem eine neue, zeitweilige Ausstellung in den drei Räumen im Parterre  eröffnet. Die Schau ist in der Zeitspanne 5. Dezember 2014 bis 8. Februar 2015 im Kunstmuseum am Rudolfsring (Eroilor-Boulevard) Nr. 21 zugänglich. Zum Ziel setzt sich die Ausstellung, die Art und Weise zu präsentieren in der die Künstler in der Zeitspanne nach der Revolution von 1848 bis in die Nachkriegszeit auf die verschiedenen geschichtlichen Ereignisse und Persönlichkeiten reagiert haben. Die ausgestellten Werke wurden auch in unterschiedlichen Techniken von Öl bis Grafik ausgeführt, was die Palette der zahlreichen Exponate stark erweitert.

Im ersten Raum wird man gleich von zwei Ölgemälden, den Porträts der Königin Maria und König Ferdinands, Werke von Coca Romano, empfangen. Der Kronstädter Maler Mişu Popp ist mit Porträts von Michael dem Tapferen, Mihail Kogălniceanu und Barbu Ştirbei, Persönlichkeiten, die in der rumänischen Geschichte eine wichtige Rolle spielten, vertreten. Von Daniel Rosenthal ist das bekannte Porträt des Revolutionärs von 1848, Nicolae Bălcescu, ausgestellt worden. Kronstädter bildende Künstler der Nachkriegszeit haben sich zum Thema ihrer Gemälde auch in vielen Fällen, Persönlichkeiten aus der rumänischen Geschichte vorgenommen, wie das der Zeit auch gut entsprach. Ebenfalls mit einem Gemälde, das den Fürst Michael der Tapfere darstellt, ist Grigore Zincovschi vertreten. Eftimie Modâlcă der einige Jahre auch Vorsitzender der Kronstädter Filiale des Verbandes bildender Künstler war, zeigt Porträts vom Fürsten der Moldau, Ştefan cel Mare (Stefan der Große) und dem Dakerkönig Decebal.  Ein großes Porträt von Constantin Piliuţă stellt den rumänischen Historiker Nicolae Iorga dar.

 In der Ausstellung sind auch Werke von Friedrich Bömches zu sehen, die Einblick in seine besondere Malkunst bieten. Aber auch Arbeiten von Nicolae Grigorescu, die Bauern bei der Feldarbeit zeigen, fehlen nicht. Waldemar Mattis Teutsch, Helfried Weiss, Ortwin Weiss, Marcela Rădulescu, Helmut Arz, Kaspar Teutsch, Renate Mildner-Müller sind weitere Künstler, die mit Arbeiten in den Beständen des Kronstädter Kunstmuseums gut vertreten  sind, auch wenn aus manchen, die zu der Zeit erforderte Thematik, besonders Arbeiter am Werk oder neue Bauten, ersichtlich wird. Doch Kunst bleibt Kunst, und ist angetan, die Zeiten zu überstehen, Zeugnis besonderer geschichtlicher Epochen zu sein. Die Ausstellung sollte besichtigt werden, da sie Werke namhafter Kronstädter Künstler umfasst.

Kommentare zu diesem Artikel

Keine Kommentare

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

*
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
*
*