KULTUR: Nachrichtenarchiv

Durch die liebenden Augen einer Dichterin

„Hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine starke Frau“, sagt man im Volksmund. Auf Karl I., König von Rumänien (1839-1914), trifft dies zweifellos zu. Zum einen, weil seine Gemahlin Elisabeth zu Wied als Schriftstellerin Carmen Sylva unabhängig von ihrer Königinnenrolle weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt wurde. Aber auch, weil sie zeitlebens als treue Unterstützerin an seiner Seite stand, auf dem gemeinsamen und doch so...

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Krieg und Frieden auf dem Balkan

Die erste Porträtaufnahme eines Kindes offensichtlich türkischer Herkunft mit einem schöngeflochtenen Haarzopf aus Skopje im Dezember 1918 des berühmten amerikanischen Fotografen Lewis Hine erscheint zunächst nicht ungewöhnlich. Bis man die Bildunterschrift liest und begreift, hier ist nichts, wie es scheint. Dieser kleine Junge trägt seine Zöpfe im Andenken an seine verstorbenen Schwestern. Lewis Hine, der auf dem Balkan für das Amerikanische...

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Eduard Morres – ein Künstlerbeispiel in Indien

Zu den zahlreichen Besuchern der thematisch und dokumentarisch ausgerichteten Retrospektive „Reflexe in Licht und Schatten – Eduard Morres als Bote der Freilichtmalerei“, die vom 9. Mai zum 31. Juli 2014 im Haus des Deutschen Ostens, München, zu sehen war, gehörten, außer einem Team des Rumänischen Fernsehens TVR 1, auch andere ausländische Gäste. So zum Beispiel die in München lebende indische Designerin Akanksha Srivastava, die sich auch ins...

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Cărtărescu erhält österreichischen Literaturpreis

Bukarest  (ADZ) - Rumäniens derzeit wohl bekanntester Schriftsteller, Mircea Cărtărescu (58), erhält den Österreichischen Staatspreis für europäische Literatur 2015. Die Bekanntgabe des diesjährigen Gewinners des mit 25.000 Euro  dotierten Staatspreises erfolgte am Donnerstag – und damit am Welttag des Buches – durch den österreichischen Kulturminister Josef Ostermeyer. In der Begründung der österreichischen Jury heißt es, dass Cărtărescu „auf...

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Musikalisches Feuer und ansteckende Lebensenergie

Eine sprunghafte, komplizierte Handlung vertonte Verdi in seinem Meisterwerk „Il trovatore“ („Der Troubadour“): In dem rohen, mitleidlosen Text geht es um eine Zigeunerin, die aus Versehen nicht den Sohn des missliebigen Landesherrn, sondern das eigene Kind in die Flammen wirft – die Grenzen zwischen Realität, Erinnerung, Wahnvorstellung und Obsession sind fließend, böse Vorahnungen, überwältigende Gefühle und schicksalhafte Ereignisse wachsen zu...

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Tschaikowskys Violinkonzert und Ballettmusik von Strawinsky

Am 16. April war das Sinfonieorchester der Philharmonie „George Enescu“ mit zwei bedeutenden Werken russischer sinfonischer Musik im Bukarester Athenäum zu hören. Es erklangen Pjotr Iljitsch Tschaikowskys Violinkonzert sowie Igor Strawinskys Ballettmusik „Le sacre du printemps“. Solistin des Abends war die aus der Republik Moldau stammende junge Geigerin Alexandra Conunova, die musikalische Leitung hatte der aus Bukarest gebürtige Cristian Badea...

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Jenseits der bunten Fassade

Der erste Eindruck ist farbenfroh. Globen und Gitarren, mit Formen und Figuren übersät – Pfeile, Augen, Spiralen. Sie erinnern an Comics, an Graffiti, an Kritzeleien, wie man sie oft am Rand des Notizblocks produziert. Gypsy-Romantik mit einem Schuss Naivität. Und alles so schön bunt! Endlich mal keine künstlerisch ausgebeutete Armut, keine Effekthascherei mit grauen Slumbildern und hungrigen Kinderaugen in Lumpen. Auch die Buntheit ist freilich...

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Chronologischer Gang durch Joseph Haydns Streichquartettschaffen

Die rumänische Streichquartettformation „Voces“, die vor zwei Jahren ihr vierzigjähriges Bestehen feiern konnte, hat in ihrem Jubiläumsjahr 2013 mit einem konzertanten Gang durch das reiche Quartettschaffen desjenigen Komponisten begonnen, der als Begründer der kammermusikalischen Gattung des Streichquartetts gelten kann und selbst die unglaubliche Zahl von 83 Werken in dieser Gattung geschaffen hat: Joseph Haydn.Der konzertante Haydn-Zyklus des...

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Liiceanu und Mihăilescu über die Grenzen der Kultur und Bildung

Gabriel Liiceanu und Dan C. Mihăilescu, der rigorose Philosoph und der humorvolle Kritiker, ein Thema: „Die Grenzen der Kultur, die Grenzen der Bildung“ und ein Publikum – alles Akademiker, ob jung oder alt – das versprach ein gelungener Samstagvormittag an der Temeswarer West-Universität zu werden. Ein Vormittag, dem man keine Limits auferlegen wollte. Denn die beiden sich eines großen Bekanntheitsgrades erfreuenden Kulturmenschen aus Bukarest...

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Flaschenpost von einem zeitlich zwar fernen, psychologisch jedoch nahen Ufer

So weit entfernt und doch so nah – oder um den Klappentext (und zugleich den letzten Satz der hier besprochenen erbaulichen „Dekonstruktion”) vorwegzunehmen: „aus naher Zeitferne”. Die Weimarer Republik. Genauer gesagt, der Stummfilm der Weimarer Republik. Akademisch aufgetischt. Szenisch abrufbar. Stets mit einem neugierigen, vorzüglich geschulten Blick ins Innerste der Handlung zielend.Im jüngsten wissenschaftlichen Band der Bukarester...

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