Ein Kunstevent in der Begastadt

Ungarische Moderne im Temeswarer Kunstmuseum

Donnerstag, 08. September 2011

Temeswar - Die größte jemals in unserem Land gezeigte Ausstellung ungarischer moderner Kunst wird in der Zeitspanne 9. September bis 31. Oktober im Temeswarer Kunstmuseum (Barockpalais am Domplatz) zu besichtigen sein. Die Eröffnung der Schau ist für morgen, den 9. September, um 17 Uhr, im Beisein des renommierten ungarischen Kunstkritikers Tibor Wehner und von Marcel Tolcea, des Leiters des Temeswarer Kunstmuseums, anberaumt.

Zu sehen sind über 250 Werke aus der bekannten privaten Kunstsammlung Körmendi-Csak, die Werke aller repräsentativen Vertreter der ungarischen Moderne aus dem 20. und 21. Jahrhundert bzw. aus den Bereichen Malerei, Grafik, Bildhauerei, Basorelief, Keramik, Mosaik aber auch Textil- und Fotokunst sowie Kunstbücher vereint.

Diese bemerkenswerte Kunst-sammlung wurde vor drei Jahrzehnten von der Rechtsanwältin Anna Körmendi und dem Architekten Maté Csak gegründet und wird von ihrem Sohn, dem Kunsthistoriker Ferenc Csak, betreut. Laut Tibor Wehner, dem Kurator dieser Ausstellung, hatten die Genannten ihre Aufmerksamkeit eingangs der ungarischen Kunst aus dem 19. und 20. Jahrhundert gewidmet, ihr Interesse richtete sich jedoch bald mehr auf die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts, die zeitgenössische ungarische Kunst zur Jahrhundertwende und aus dem ersten Jahrzehnt unseres Jahrhunderts.

In der Kunstsammlung vertreten sind derzeit alle bedeutenden Meister der ungarischen Moderne des 20. Jahrhunderts wie Jenö Barcsay, Béla Gruber, Tihamér Gyarmathy, Jenö Kerényi usw. aber auch zahlreiche Einzelgänger der ungarischen Kunst wie Zoltán Szabó Angyalföldi, István Birkás, Gábor Dienes, Zsuzsa Katona, Sándor Nagy oder Ildikó Nagy.

Eine Auswahl dieser Sammlung wurde bisher in zahlreichen Ausstellungen gezeigt, in Rumänien bisher in Miercurea Ciuc, Sfântu Gheorghe und Bukarest. Weitere Ausstellungen fanden in Wiesbaden (1992), im Bundestag Hessen und in Bonn, in Hannover (1994), in Genf (1997), beim UNO-Sitz in Wien (1998), in Tallin (2001) und 2005/2006 u. a. in Eisenstadt, Kosice und Pilsen statt.
Die Ausstellung im Temeswarer Kunstmuseum kann bis Ende Oktober täglich von 10 bis 18 Uhr (montags geschlossen) besichtigt werden.

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