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Donnerstag, 29. 11. 2007
  Dauerbrenner Fahrradweg
Auf einer zweitägigen Konferenz planen Verkehrsexperten ein fahrradfreundliches Hermannstadt

jh. Hermannstadt – Der Verkehr ist ein ewiges Thema in Hermannstadt/Sibiu. Abgesehen von der angespannten Lage auf den Hauptstraßen, wo die ständigen Staus mit der geplanten Umgehungsstraße aufgelöst werden sollen, besteht seit langem der Wille, Hermannstadt zu einer fahrradfreundlichen Stadt zu machen. Um die diesbezüglichen Pläne anzukurbeln, begann am Montag, dem 26. November, eine zweitägige Konferenz zum Thema „Radfahren in Hermannstadt – Sicherer und sauberer Transport im historischen Zentrum“. Die Tagung war Teil des „transpower“-Projekts, in dessen Rahmen die Deutsche Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ) die Verkehrslage in 16 kleinen und mittelgroßen Städten aus acht EU-Staaten zu verbessern versucht. Eine stattliche Anzahl Experten traf also zusammen, um die ersten Schritte auf dem Weg zu einem fahrradfreundlichen Hermannstadt zu debattieren. Die ausländischen Teilnehmer kamen vor allem aus Deutschland. Neben der GTZ ist auch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) als Partner mit dabei. Zum Zwecke des Erfahrungsaustauschs waren außerdem Fachleute aus anderen europäischen Städten (Groningen, Graz, Karlsruhe) angereist.

Dass Bürgermeister Klaus Johannis in seinen Begrüßungsworten hervorhob, dass er besonders auf die praktische Umsetzbarkeit dessen hoffe, was am Ende aller Debatten und Präsentationen stehe, wundert kaum. Schon lange ist der Bau von Fahrradwegen in Hermannstadt im Gespräch und die bereits existierenden 1351 Meter, die durch den Erlenpark führen, wirken eher wie eine peinliche Erinnerung an das Unvollendete als ein ernstzunehmender erster Schritt.

Nach den Präsentationen einiger Studien zur aktuellen Verkehrslage wurde auch referiert, dass zunächst der Fahrradweg vom Erlenpark fertiggestellt werden soll, langfristig aber eine Vielzahl an Fahrradwegen vom Zentrum ausgehend sich sternförmig in alle Teile der Stadt erstrecken soll. Die einzelnen Stränge sollen durch zwei Ringe miteinander verbunden werden. Darüber hinaus ist eine Anzahl an Fahrradständern in der Nähe der wichtigsten Zielpunkte geplant. Es existiert allerdings kein konkreter Zeit- und Finanzplan für all diese Projekte.



Adventszeit mit Heiligen Rorate-Messen und Vespern
Bischof Martin Roos trifft Obere des Salvatorianerordens

rn. Temeswar – Eine Gruppe von 20 Studenten aus Szeged, Ungarn, wird sich vom 30. November und dem 1. Dezember auf Einladung der katholischen ungarischen Studenten in der Stadt an der Bega befinden. Das Treffen hat die Aufrechterhaltung der guten Beziehungen zwischen den beiden Jugendorganisationen zum Ziel.

Am Samstag, dem 1. Dezember, findet im Erzdekanat des Banater Berglands das Treffen der katholischen Jugendlichen statt. Dieses wird vom Diözesanzentrum des römisch-katholischen Bistums in Temeswar/Timisoara und der römisch-katholischen Pfarrei in Karansebesch/Caransebes veranstaltet. Das Treffen beginnt um 11 Uhr mit der Themenvorstellung seitens des Priesters Martin Neagu. Am Nachmittag, um 16 Uhr zelebriert Erzdechant József Csaba Pál die Heilige Messe, in deren Rahmen die erste Adventskerze angezündet wird.

Ab dem 2. Dezember beginnt im römisch-katholischen Kalender ein neuer Abschnitt: der Advent. In den vier Wochen des Advents finden samstags und sonntags um 17.30 die Feierlichen Vespern statt, zu denen auch die Gläubigen herzlichst eingeladen sind. In der Adventszeit werden auch Heilige Frühmessen – Rorate-Messen – zelebriert. Eine solche Messe für die Jugend findet am 5. Dezember um 6 Uhr in der römisch-katholischen Kirche in der Josefstadt statt.

Die Kirchliche Karmelitanische Bewegung veranstaltet ab dem 3. Dezember im Diözesanzentrum einen Zyklus von Katechesen unter dem Motto: „Die Kirche, der Glaube, die Welt nach dem II. Vatikanischen Konzil“. Die nächste Veranstaltung findet am 3. Dezember um 19 Uhr statt und hat den Titel „Die Festung Gottes und die Festung des Menschen“. Die Präsentation übernimmt Prof. Robert Lazu.

Am 5. Dezember, um 9 Uhr, findet im römisch-katholischen Bischofssitz ein Treffen zwischen seiner Exzellenz Bischof Msgn. Martin Roos und zweier Oberer des Salvatorianerordens, Pater Andreas Urbanski und Pater Hermann Hedinger statt. Danach begeben sich die hohen Gäste zur Farm „Pater Paulus“ in Bakowa/Bacova, wo sich das soziale Obdachlosen-Resozialisierungszentrum befindet.

Am 5. Dezember findet um 17 Uhr im Gerhardinum-Lyzeum das alljährliche Nikolaus-fest mit einem kulturellen Programm, dargeboten von den Schülern, statt.
Am 6. Dezember wird um 19 Uhr in der Kirche des Temeswarer Stadtviertels Fratelia eine eucharistische Anbetung veranstaltet, zu der die Jugendlichen aller Temeswarer Pfarreien eingeladen sind.



Theaterfestival beendet

rs. Kronstadt – Die 19. Auflage des Festivals des zeitgenössischen Theaters endete am Samstag mit der Preisgala, gefolgt von der Aufführung des Bukarester „Bulandra“-Theaters, das Tschechows „Clown“ (Regie: Horatiu Mãlãele) zeigte. Die Jury, bestehend aus den Theaterkritikerinnen Ludmila Patlanjoglu (Vorsitzende) und Doina Papp, der Bühnenbildnerin Luana Drãgoescu sowie aus den Schauspielern Mircea Diaconu und George Ivascu, sprach den Gastgebern (das „Sicã-Alexandrescu“-Dramentheater) drei Preise zu. Banca Zurovski und Viorica Geantã-Chelbea erhielten ex aequo den Preis für die beste Schauspielerin; Vlad Jipa wurde zum besten Schauspieler erklärt.

Alle drei spielen in dem Stück „Der Oberst und die Vögel“ von Christo Boitschew. Cristi Juncu erhielt den Preis für Regie für seine Inszenierung des Dramas „Das Pulverfass“ von Dejan Dukowski. Der Hauptpreis des Festivals ging an das Nationaltheater „Vasile Alecsandri“ aus Jassy/Iasi für die Aufführung „Casting“ von Alexander Galin. Einen Sonderpreis erhielt Rãzvan Mazilu für die Choreografie des Stückes „Die Hamletmaschine“ von Heiner Müller – eine Aufführung des Bukarester Odeon-Theaters.



Welt der Kinder als therapeutischer Raum
Kunsttherapie zur Förderung von bedürftigen Kindern

is. Temeswar - Eine Farbenwelt in Form von Zeichnungen und Malereien, vervollständigt mit aus Lehm geformten Gegenständen sind derzeit in der vor Kurzem eröffneten Ausstellung „Die magische Welt der Kinder“ in der Galerie „Calina“, einem „Raum für Gegenwartskunst” im Herzen der Stadt an der Bega zu sehen. Die wohl jüngste Galerie Temeswars, die ihre Tore im Februar d. J. mit der Ausstellung „Dialektik des Kubus” des bekannten Künstlers Peter Jecza dem Publikum öffnete, präsentiert nun zum ersten Mal Arbeiten von sehr jungen Künstlern. Es handelt sich um Kreationen der Kinder des Art-Therapie-Zentrums „Eliza Ionescu“ in Temeswar, dem Hauptprojekt der Organisation „Therapie durch Kunst“, sowie um Arbeiten der Kinder aus verschiedenen Kindereinrichtungen vor Ort.

Initiatorin und Leiterin des Art-Therapie-Zentrums ist die gelernte Psychologin und Grafikerin Doina Pocioianu, die während ihrer Tätigkeit in der Kinderneuropsychiatrie in Temeswar bereits in den 70er Jahren mit bedürftigen Kindern mittels Kunsttherapie zu arbeiten begann. Die Begünstigten des 1998 eingerichteten Art-Therapie-Zentrums sind Kinder und Jugendliche im Alter von drei bis 18 Jahren. Sie weisen u. a. neuropsychische oder emotionale Störungen auf, sind sozial gefährdet oder Opfer häuslicher Gewalt.

Über die ausgestellten Arbeiten der Kinder äußerten sich Univ-Prof. Dr. Pia Brânzeu, und Doina Pocioianu, die Leiterin der NGO „Therapie durch Kunst“. Die Aufstellung der Arbeiten übernahm der Temeswarer Maler Romul Nutiu, der auch den bei der Vernissage gezeigten Film realisierte, der einen kurzen Einblick in die im Art-Therapie-Zentrum „Eliza Ionescu“ durchgeführte Arbeit mit den Kindern gibt. Die Ausstellung kann in den Galerieräumlichkeiten im Timisoara-Hotel in der Mãrãsesti-Straße 1-3 bis zum 7. Dezember 2007 von Montag bis Freitag zwischen 10 und 18 Uhr und samstags von 11 bis 15 Uhr besucht werden.



Gespräch zu Stromausfällen

hib. Kronstadt – Wiederholte Stromausfälle in mehreren Stadtvierteln von Kronstadt/Brasov führten zur Unzufriedenheit der Bürger, aber auch zu erheblichen Störungen in der Geschäftsabwicklung von Unternehmen. Zu diesen Vorfällen nahm nun Bürgermeister George Scripcaru Stellung, indem er ein Treffen mit Vertretern der Electrica-Gesellschaft einberief.

Dabei soll erörtert werden, welche Lösungen gefunden werden können, um in Zukunft Stromausfälle zu vermeiden: „Ich selbst habe wiederholt beim Notdienst von Electrica solche Unterbrechungen beanstandet. Zu meinem Erstaunen bekam ich die Antwort, das Bürgermeisteramt daran schuld sei, weil es die Strommasten der Straßenbeleuchtung erneuere. Das stimmt überhaupt nicht, wir bauen nämlich neue Stromleitungen ein, welche ohne Stromabstellung angeschlossen werden.

Der Grund der Unterbrechungen liegt bei Electrica, deren Umspanner in verschiedenen Stadtvierteln völlig veraltet und überlastet sind“, erklärte Bürgermeister Scripcaru. Bei dem Treffen soll beschlossen werden, in welchen Stadtvierteln und an welchen Standorten neue, leistungsstarke Umspanner eingebaut werden sollen.