|
|
| |
 |
  |
| |
Dauerbrenner
Fahrradweg
Auf einer zweitägigen Konferenz planen Verkehrsexperten
ein fahrradfreundliches Hermannstadt
jh. Hermannstadt – Der Verkehr ist ein
ewiges Thema in Hermannstadt/Sibiu. Abgesehen von der angespannten
Lage auf den Hauptstraßen, wo die ständigen Staus
mit der geplanten Umgehungsstraße aufgelöst werden
sollen, besteht seit langem der Wille, Hermannstadt zu einer
fahrradfreundlichen Stadt zu machen. Um die diesbezüglichen
Pläne anzukurbeln, begann am Montag, dem 26. November,
eine zweitägige Konferenz zum Thema „Radfahren in
Hermannstadt – Sicherer und sauberer Transport im historischen
Zentrum“. Die Tagung war Teil des „transpower“-Projekts,
in dessen Rahmen die Deutsche Gesellschaft für technische
Zusammenarbeit (GTZ) die Verkehrslage in 16 kleinen und mittelgroßen
Städten aus acht EU-Staaten zu verbessern versucht. Eine
stattliche Anzahl Experten traf also zusammen, um die ersten
Schritte auf dem Weg zu einem fahrradfreundlichen Hermannstadt
zu debattieren. Die ausländischen Teilnehmer kamen vor
allem aus Deutschland. Neben der GTZ ist auch die Kreditanstalt
für Wiederaufbau (KfW) als Partner mit dabei. Zum Zwecke
des Erfahrungsaustauschs waren außerdem Fachleute aus
anderen europäischen Städten (Groningen, Graz, Karlsruhe)
angereist.
Dass Bürgermeister Klaus Johannis in seinen Begrüßungsworten
hervorhob, dass er besonders auf die praktische Umsetzbarkeit
dessen hoffe, was am Ende aller Debatten und Präsentationen
stehe, wundert kaum. Schon lange ist der Bau von Fahrradwegen
in Hermannstadt im Gespräch und die bereits existierenden
1351 Meter, die durch den Erlenpark führen, wirken eher
wie eine peinliche Erinnerung an das Unvollendete als ein ernstzunehmender
erster Schritt.
Nach den Präsentationen einiger Studien zur aktuellen Verkehrslage
wurde auch referiert, dass zunächst der Fahrradweg vom
Erlenpark fertiggestellt werden soll, langfristig aber eine
Vielzahl an Fahrradwegen vom Zentrum ausgehend sich sternförmig
in alle Teile der Stadt erstrecken soll. Die einzelnen Stränge
sollen durch zwei Ringe miteinander verbunden werden. Darüber
hinaus ist eine Anzahl an Fahrradständern in der Nähe
der wichtigsten Zielpunkte geplant. Es existiert allerdings
kein konkreter Zeit- und Finanzplan für all diese Projekte.

Adventszeit
mit Heiligen Rorate-Messen und Vespern
Bischof Martin Roos trifft Obere des Salvatorianerordens
rn. Temeswar – Eine Gruppe
von 20 Studenten aus Szeged, Ungarn, wird sich vom 30. November
und dem 1. Dezember auf Einladung der katholischen ungarischen
Studenten in der Stadt an der Bega befinden. Das Treffen hat
die Aufrechterhaltung der guten Beziehungen zwischen den beiden
Jugendorganisationen zum Ziel.
Am Samstag, dem 1. Dezember, findet im Erzdekanat des Banater
Berglands das Treffen der katholischen Jugendlichen statt. Dieses
wird vom Diözesanzentrum des römisch-katholischen
Bistums in Temeswar/Timisoara und der römisch-katholischen
Pfarrei in Karansebesch/Caransebes veranstaltet. Das Treffen
beginnt um 11 Uhr mit der Themenvorstellung seitens des Priesters
Martin Neagu. Am Nachmittag, um 16 Uhr zelebriert Erzdechant
József Csaba Pál die Heilige Messe, in deren Rahmen
die erste Adventskerze angezündet wird.
Ab dem 2. Dezember beginnt im römisch-katholischen Kalender
ein neuer Abschnitt: der Advent. In den vier Wochen des Advents
finden samstags und sonntags um 17.30 die Feierlichen Vespern
statt, zu denen auch die Gläubigen herzlichst eingeladen
sind. In der Adventszeit werden auch Heilige Frühmessen
– Rorate-Messen – zelebriert. Eine solche Messe
für die Jugend findet am 5. Dezember um 6 Uhr in der römisch-katholischen
Kirche in der Josefstadt statt.
Die Kirchliche Karmelitanische Bewegung veranstaltet ab dem
3. Dezember im Diözesanzentrum einen Zyklus von Katechesen
unter dem Motto: „Die Kirche, der Glaube, die Welt nach
dem II. Vatikanischen Konzil“. Die nächste Veranstaltung
findet am 3. Dezember um 19 Uhr statt und hat den Titel „Die
Festung Gottes und die Festung des Menschen“. Die Präsentation
übernimmt Prof. Robert Lazu.
Am 5. Dezember, um 9 Uhr, findet im römisch-katholischen
Bischofssitz ein Treffen zwischen seiner Exzellenz Bischof Msgn.
Martin Roos und zweier Oberer des Salvatorianerordens, Pater
Andreas Urbanski und Pater Hermann Hedinger statt. Danach begeben
sich die hohen Gäste zur Farm „Pater Paulus“
in Bakowa/Bacova, wo sich das soziale Obdachlosen-Resozialisierungszentrum
befindet.
Am 5. Dezember findet um 17 Uhr im Gerhardinum-Lyzeum das alljährliche
Nikolaus-fest mit einem kulturellen Programm, dargeboten von
den Schülern, statt.
Am 6. Dezember wird um 19 Uhr in der Kirche des Temeswarer Stadtviertels
Fratelia eine eucharistische Anbetung veranstaltet, zu der die
Jugendlichen aller Temeswarer Pfarreien eingeladen sind. 
Theaterfestival
beendet
rs. Kronstadt – Die 19. Auflage des Festivals
des zeitgenössischen Theaters endete am Samstag mit der
Preisgala, gefolgt von der Aufführung des Bukarester „Bulandra“-Theaters,
das Tschechows „Clown“ (Regie: Horatiu Mãlãele)
zeigte. Die Jury, bestehend aus den Theaterkritikerinnen Ludmila
Patlanjoglu (Vorsitzende) und Doina Papp, der Bühnenbildnerin
Luana Drãgoescu sowie aus den Schauspielern Mircea Diaconu
und George Ivascu, sprach den Gastgebern (das „Sicã-Alexandrescu“-Dramentheater)
drei Preise zu. Banca Zurovski und Viorica Geantã-Chelbea
erhielten ex aequo den Preis für die beste Schauspielerin;
Vlad Jipa wurde zum besten Schauspieler erklärt.
Alle drei spielen in dem Stück „Der Oberst und die
Vögel“ von Christo Boitschew. Cristi Juncu erhielt
den Preis für Regie für seine Inszenierung des Dramas
„Das Pulverfass“ von Dejan Dukowski. Der Hauptpreis
des Festivals ging an das Nationaltheater „Vasile Alecsandri“
aus Jassy/Iasi für die Aufführung „Casting“
von Alexander Galin. Einen Sonderpreis erhielt Rãzvan
Mazilu für die Choreografie des Stückes „Die
Hamletmaschine“ von Heiner Müller – eine Aufführung
des Bukarester Odeon-Theaters.

Welt
der Kinder als therapeutischer Raum
Kunsttherapie zur Förderung von bedürftigen Kindern
is.
Temeswar - Eine Farbenwelt in Form von Zeichnungen
und Malereien, vervollständigt mit aus Lehm geformten Gegenständen
sind derzeit in der vor Kurzem eröffneten Ausstellung „Die
magische Welt der Kinder“ in der Galerie „Calina“,
einem „Raum für Gegenwartskunst” im Herzen
der Stadt an der Bega zu sehen. Die wohl jüngste Galerie
Temeswars, die ihre Tore im Februar d. J. mit der Ausstellung
„Dialektik des Kubus” des bekannten Künstlers
Peter Jecza dem Publikum öffnete, präsentiert nun
zum ersten Mal Arbeiten von sehr jungen Künstlern. Es handelt
sich um Kreationen der Kinder des Art-Therapie-Zentrums „Eliza
Ionescu“ in Temeswar, dem Hauptprojekt der Organisation
„Therapie durch Kunst“, sowie um Arbeiten der Kinder
aus verschiedenen Kindereinrichtungen vor Ort.
Initiatorin und Leiterin des Art-Therapie-Zentrums ist die gelernte
Psychologin und Grafikerin Doina Pocioianu, die während
ihrer Tätigkeit in der Kinderneuropsychiatrie in Temeswar
bereits in den 70er Jahren mit bedürftigen Kindern mittels
Kunsttherapie zu arbeiten begann. Die Begünstigten des
1998 eingerichteten Art-Therapie-Zentrums sind Kinder und Jugendliche
im Alter von drei bis 18 Jahren. Sie weisen u. a. neuropsychische
oder emotionale Störungen auf, sind sozial gefährdet
oder Opfer häuslicher Gewalt.
Über die ausgestellten Arbeiten der Kinder äußerten
sich Univ-Prof. Dr. Pia Brânzeu, und Doina Pocioianu,
die Leiterin der NGO „Therapie durch Kunst“. Die
Aufstellung der Arbeiten übernahm der Temeswarer Maler
Romul Nutiu, der auch den bei der Vernissage gezeigten Film
realisierte, der einen kurzen Einblick in die im Art-Therapie-Zentrum
„Eliza Ionescu“ durchgeführte Arbeit mit den
Kindern gibt. Die Ausstellung kann in den Galerieräumlichkeiten
im Timisoara-Hotel in der Mãrãsesti-Straße
1-3 bis zum 7. Dezember 2007 von Montag bis Freitag zwischen
10 und 18 Uhr und samstags von 11 bis 15 Uhr besucht werden.

Gespräch zu Stromausfällen
hib. Kronstadt – Wiederholte Stromausfälle
in mehreren Stadtvierteln von Kronstadt/Brasov führten
zur Unzufriedenheit der Bürger, aber auch zu erheblichen
Störungen in der Geschäftsabwicklung von Unternehmen.
Zu diesen Vorfällen nahm nun Bürgermeister George
Scripcaru Stellung, indem er ein Treffen mit Vertretern der
Electrica-Gesellschaft einberief.
Dabei soll erörtert werden, welche Lösungen gefunden
werden können, um in Zukunft Stromausfälle zu vermeiden:
„Ich selbst habe wiederholt beim Notdienst von Electrica
solche Unterbrechungen beanstandet. Zu meinem Erstaunen bekam
ich die Antwort, das Bürgermeisteramt daran schuld sei,
weil es die Strommasten der Straßenbeleuchtung erneuere.
Das stimmt überhaupt nicht, wir bauen nämlich neue
Stromleitungen ein, welche ohne Stromabstellung angeschlossen
werden.
Der Grund der Unterbrechungen liegt bei Electrica, deren Umspanner
in verschiedenen Stadtvierteln völlig veraltet und überlastet
sind“, erklärte Bürgermeister Scripcaru. Bei
dem Treffen soll beschlossen werden, in welchen Stadtvierteln
und an welchen Standorten neue, leistungsstarke Umspanner eingebaut
werden sollen. |
|
|