Gedenkveranstaltung für Titulescu

Der Diplomat sah in Kronstadt die zukünftige Kulturhauptstadt Rumäniens

Samstag, 18. März 2017

1992 konnte Titulescus letzter Wunsch erfüllt werden: Seine Grabstätte befindet sich im Hof der Sf. Nicolae-Kirche in der Kronstädter Oberen Vorstadt/Schei.
Foto: Ralf Sudrigian

Kronstadt – Nicolae Titulescu wird oft als der größte Diplomat bezeichnet, den Rumänien jemals hatte. Zwischen 1928 und 1936 war er in mehreren Regierungen Außenminister. Eine große internationale Anerkennung erfuhr er durch seine Wahl für zwei Amtszeiten (1930-1932) als Präsident der Generalversammlung des Völkerbundes – der als Vorläufer der heutigen UNO gelten kann. Kronstadt/Braşov ist auf besonderer Weise mit Titulescu verbunden. Der 1941 in Cannes im Exil verstorbene Diplomat hatte nämlich testamentarisch verfügt, dass er in Kronstadt „am Fuße der Zinne, auf einer Allee zwischen Tannen“ bestattet werden sollte. Dieser Wunsch konnte nur im März 1992, zwei Jahre und drei Monate nach dem Sturz des kommunistischen Regimes, in Erfüllung gehen, als seine sterblichen Überreste aus Cannes nach Kronstadt überführt und im Hof der „Sf. Nicolae“-Kirche aus der Oberen Vorstadt feierlich beigesetzt wurden. Später wurde dort auch seine Ehefrau Ecaterina bestattet. Der größte Kronstädter Park trägt heute seinen Namen. Dort ist auch eine Titulescu-Statue zu sehen. Anlässlich des 76.Todestages von Titulescu wurde am Freitag am Grab Titulescus eine Gedenkfeier veranstaltet, zu der Vertreter der Kronstädter Lokalbehörden eingeladen wurden. Schüler des Kronstädter Titulescu-Lyzeums boten ein Kulturprogramm zu Ehren des großen Diplomaten, der ebenfalls im März, vor 135 Jahren, in Craiova geboren wurde.

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