Karasch-Severin braucht mehr Permanenzzentren

Finanzierung des Gesundheitsministeriums trotz Einigkeit noch offen

Samstag, 14. Juli 2018

Reschitza - Nachdem die PSD/ALDE-Regierung die Geldmittel des Gesundheitsministeriums zwecks Finanzierung der permanenten medizinischen Einsatzzentren aus der Regierungsreserve aufgestockt hat, hat das Gesundheitsministerium an einen neuen Start der ständig besetzten ärztlichen Betreuungszentren eine Bedingung geknüpft: ihre Effizienz soll durch die Kreisdirektionen für Öffentliche Gesundheit (DSP) überprüft werden. Anders gesagt: sind überall so viele nötig, wie gegründet?

Diese Frage stellt sich im Banater Bergland mit vier in Betrieb befindlichen Permanenzzentren und drei fertigen, die bloß auf die Finanzierung für eine Eröffnung warten, nicht. Wohl aber für die 46 auf dem Gebiet des Landkreises Temesch/Timiș tätigen Gesundheitsbetreuungszentren. Im Banater Bergland hingegen prüft man die Möglichkeit der Eröffnung weiterer solcher Zentren, um eine möglichst flächendeckende medizinische Betreuung zu gewährleisten, in einem Gebiet, wo durch die bergige Konfiguration des Geländes und die schlechten Verbindungsstraßen wenig andere Möglichkeiten bestehen, der Bevölkerung in medizinischen Notfällen effizient und zeitgerecht zu helfen.

Dănilă Miloș, der Geschäftsführer von DSP, sagte auf einer kürzlichen Pressekonferenz: „Uns geht es nicht wie dem Landkreis Temesch mit seinen 46 Permanenzzentren. Wir haben vier aktive und drei auf der Warteliste zur Eröffnung. Fragen der Auflösung wegen Ineffizienz stellen sich also bei uns nicht, eher Fragen der Eröffnung weiterer, neuer Permanenzzentren. Dazu führen wir Verhandlungen mit einer ganzen Reihe von Ärzten.“ Solche Zentren habe sogar Reschitza nötig. Der Druck auf die Notaufnahme UPU der beiden großen Krankenhäuser, Karansebesch, vor allem aber im Reschitzaer Notfallkrankenhaus, müsse verringert werden.

Auch die Managerin der Krankenversicherungskasse des Verwaltungskreises, Mirela Zeman, hatte sich ähnlich geäußert, bevor sie abgesetzt und durch den Gewerkschafter Nicolae Dr˛gan ersetzt wurde (die ADZ berichtete): Die Notwendigkeit der Schaffung neuer medizinischer Einsatzzentren auf dem Gebiet des Banater Berglands sei offensichtlich, die Zentren in Bozovici, Bokschan, Constantin Daicoviciu und Soceni reichten nicht aus. Dass sie als Managerin keine Möglichkeit hatte, die zur Eröffnung bereiten drei neuen Zentren zu finanzieren (eines davon in Anina), weil das Ministerium kein Geld dafür bereitgestellt hatte, war bereits vorauszusehen, als der Haushaltsplan für 2018 bekanntgegeben wurde. Viele im Gesundheitswesen beschäftigte Ärzte haben Anfang 2018 bereits darauf hingewiesen. Rechnen kann man sowohl im DSP als auch im Ministerium, nur hat letzteres gehandelt wie immer: Schuld an der unzureichenden Budgetkalkulation war die Kreisdirektion DSP, nicht das Ministerium selbst.

Kommentare zu diesem Artikel

Keine Kommentare

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

*
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
*
*