Protestschreiben an die PNL

Aufs falsche Pferd gesetzt im Verwaltungsrat des Staatsfernsehens TVR

Samstag, 19. März 2016

Temeswar/Bukarest (ADZ) – 47 Persönlichkeiten des publizistischen, künstlerisch-literarischen und universitären Lebens sowie führende Mitglieder jüdischer Gemeinschaftsorganisationen haben ihre Unterschrift auf ein offenes Protestschreiben gesetzt, das sich an Alina Gorghiu und Vasile Blaga richtet, die Ko-Vorsitzenden der PNL, und das die Rücknahme der Nominierung von Oana Stănciulescu für den neuen Verwaltungsrat von TVR fordert.  Zu den Unterzeichnern gehören u.a. der Hochschullehrer Liviu Antonesei, Liviu Beris, der Präsident des Vereins der Holocaust-Überlebenden, die Regisseurin Gianina Cărbunariu, Hochschullehrer Caius Dobrescu, der Historiker Georg Herbstritt, der Schriftsteller Norman Manea, Carmen Muşat, die Chefredakreurin von „Observator cultural“, der Literaturhistoriker und Herausgeber Stefan Sienerth, der Temeswarer Schriftsteller Daniel Vighi, die Menschenrechtlerin Smaranda Enache, Maximilian Marco Katz, der Gründungsdirektor des Zentrums zum Monitoring des Antisemitismus, der Sicherheitsexperte Iulian Fota, der Journalist Keno Verseck und der Berliner Publizist William Totok.

„Mit einer Konsequenz, die aufgefallen ist, hat sich die Journalistin Oana Stănciulescu aus der Rehabilitierung und Heroisierung einer Reihe von Persönlichkeiten mit legionärer, xenophober, antieuropäischer und antidemokratischer Ausrichtung ein Glaubensbekenntnis gemacht“, heißt es in der Denkschrift. „Dadurch wurde sie bekannt als eine sehr aktive Unterstützerin von Persönlichkeiten der Rechtsextreme in der rumänischen Kultur, unter anderen von Radu Gyr, dem Autor der Legionärshymne und dem von Marschall Antonescu Geförderten, oder von Vintilă Horia, dem Pro-Hitler-Aktivisten.“ Zudem sei sie sehr aktiv gewesen in den Reihen der Bekämpfer des Gesetzes 217, des „Antilegionärsgesetzes“, ein Gesetz, das von PNL-Parlamentariern durchgebracht wurde. 

Kommentare zu diesem Artikel

Tourist, 19.03 2016, 20:44
letztes Jahr haben 80 Intellektuelle eine offenen Brief gegen dieses Gesetz 217/2015 unterzeichnet. Es gibt halt linke und rechte Intellektuelle, eigentlich ganz normal.

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