Geld ist (fast) überhaupt kein Grund, Premierminister Rumäniens zu werden
Samstag, 04. Februar 2012
Der Premierminister Rumäniens, Emil Boc, hatte 2010, für welches seine letzte Einkommenserklärung gilt, ein (Netto-)Jahreseinkommen von 65.074 Lei, was einem Netto-Monatslohn von 5423 Lei entspricht. Dem gegenüber – und gemessen an seiner Verantwortung sowie dem Grad seiner öffentlichen Exponierung, vor allem in den Wochen der Dauerdemonstrationen, wo sich die Wut des Volkes lautstark auch gegen ihn richtete – gibt es in diesem Land...
...mehr
Bildung durch EU-Fonds modernisiert
Samstag, 04. Februar 2012
Das Banater Kolleg in Temeswar/Timişoara führt derzeit ein Projekt durch, in dem die Lehrer durch ein innovatives Vorbild der Art „Blended Learning“ kontinuierlich weitergebildet werden. Das Projekt erstreckt sich über 24 Monate und wird größtenteils durch EU-Fonds finanziert. Das Programm hat am 31. März 2010 begonnen und geht am 31. März dieses Jahres zu Ende. Die Gesamtsumme, die dafür zur Verfügung gestellt wird, beträgt 342.000 Euro. Das...
...mehr
Gemeinsam ist mehr möglich
Freitag, 03. Februar 2012
Dass Kultur Vertrauen erzeugt, vor allem in multiethnisch geprägten Gegenden, dürfte keine Neuigkeit sein. Zu Englisch heißt das „Generating Trust by means of culture in multi-ethnic environment“ und ist unter anderem die Überschrift einer Studienwoche, die im Spätherbst in Südtirol, Italien, stattgefunden hat. Die Veranstalter, die Europäische Akademie (EURAC) Bozen/Bolzano und die dazu gehörende Europäische Vereinigung von Tageszeitungen in...
...mehr
Die goldene Zeit
Freitag, 03. Februar 2012
„Epoca de aur“ sagt mein Mann wie selbstverständlich, wenn er von der Ceauşescu-Zeit spricht. Und dann verstehe ich nur noch Bahnhof! Denn die goldene Zeit hatte ihre eigene Sprache – einen verbindenden Geheimcode, der die schlimmen Zustände durch eine Prise Ironie erträglicher machte. In der „goldenen Epoche“ hatten Schweine keine Lenden, Rippen oder Bäuche, sondern nur Füße und Köpfe, wie der Blick in Metzgervitrinen verriet, den man nach...
...mehr
Holocaust-Überlebende erzählen über ihr Schicksal
Donnerstag, 02. Februar 2012
Auf der Rampe, die während des Zweiten Weltkriegs Leben und Tod voneinander trennte, tummeln sich zahlreiche Menschen herum. Bei klirrender Kälte ist das ehemalige Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau voll von Besuchern. Leute aus allen Ecken der Welt sind nach Auschwitz gekommen, um der 67. Jahresfeier seit der Befreiung des nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslagers beizuwohnen.Es ist der 25. Januar 2012 und vor genau 67...
...mehr
Nationale Medienkampagne für Kinderkrankenhaus
Donnerstag, 02. Februar 2012
Dr. Ovidiu Adam ließ die Katze früh aus dem Sack: Eine groß angelegte Medienkampagne soll Geld für den Bau eines neuen Kinderkrankenhauses sammeln. Der Chirurg beschrieb das Vorhaben als „gewagt und äußerst frech, aber notwendig“. Schließlich ist das Louis-Ţurcanu-Kinderkrankenhaus das zweitgrößte Rumäniens. Die Ankündigung machte Adam während einer Veranstaltung der Menschenrechtsorganisation O.A.D.O.R. Leicht aufgeregt und mit verschwitzten...
...mehr
Was heute ein erfülltes Leben ist
Mittwoch, 01. Februar 2012
In Reschitza hieß es zu jenen Zeiten, als Arbeit noch eine Ehre war und nicht selten der Enkel an der Seite des Großvaters in derselben Abteilung, oft sogar in derselben „Mannschaft“ und beim selben „Maasta“ seine Berufskarriere begann, ein anständiger (also guter) Arbeiter müsse in seinem Berufsleben imstande sein, sich ein Haus zu bauen und seine Frau bei Kindern und Herd zu halten. Man versteht: Die Frau, die selbst angestellt war, brachte...
...mehr
Alles ist relativ
Mittwoch, 01. Februar 2012
Was bedeutet es im orthodoxen Rumänien, in religiösem Sinne korrekt zu fasten? „De post“ nennt man die erlaubten Nahrungsmittel auf Rumänisch und theoretisch klingt es einfach: Man darf keine tierischen Produkte verzehren und soll auf Süßes verzichten. Also eine streng vegane Diät: kein Fleisch, kein Fett, keine Milchprodukte, keine Eier, nicht mal Zucker. Auf vorweihnachtlichen oder -österlichen „de post“-Menüs findet man daher seltene...
...mehr